Wikipedia: IP von US-Kongress gesperrt

Sieh an: In der (englischen) Wikipedia ist eine IP-Adresse vom US-Kongress gesperrt worden, nachdem von dort aus offensichtlich falsche Änderungen in Artikeln gemacht worden sind. Aufmerksam geworden ist man darauf dank @congressedits:

Ein automatisiertes Twitter-Konto, das alle im Kongress verfassten Wikipedia-Beiträge anzeigt, hatte die dubiosen Änderungen ans Licht gebracht.

Die entsprechende IP-Adresse hatte aber auch schon mehrere Verwarnungen. Lustiger Weise hat die IP-Adresse auch den Artikel über CongressEdits in Frage gestellt. :D Es lohnt sich also, die Wikipedia-Edit-Accounts im Auge zu behalten.

Handyverbot beim BND [UPDATE]

In Schöningen sitzt der Bundesnachrichtendienst, betreibt laut den Gelben Seiten “Satellitenaufklärung”, laut einem NSA-Dokument sammelt der BND dort unter anderem GSM-Daten und E-Mails (PDF, Übersetzung). Ein paar Aktivisten haben sich das mal genauer angeschaut und dabei festgehalten, dass beim BND Handyverbot herrscht. Wohl nicht ohne Grund. :-D

bnd-schoeningen-handyverbot

(Bild: freiheitsfoo.de unter CC by-sa 3.0 DE)

UPDATE: Die Station hatte übrigens bis vor kurzem noch kein offizielles Schild dran (Paywall), vorher war das die altbekannte “Bundesstelle für Fernmeldestatistik”.

Twitter: Wikipedia-Edits von Regierungen, Firmen etc.

Vor ein paar Tagen habe ich schon über @bundesedit berichtet. Wie der Initiator von @bundesedit im Interview bei Trackback sagt, geht es weniger um die Änderungen selbst, da sie oftmals nur Rechtschreibfehler sind. Vielmehr soll damit demonstriert werden, dass nicht nur der Staat uns beobachtet, sondern auch wir die Aktivitäten des Staates beobachten.

Es gibt aber noch viele weitere Twitter-Accounts, die Wikipedia-Edits (= Änderungen in Wikipedia-Artikeln) von Behörden und Regierungen beobachten. Das wird meistens über ein Script gemacht, mit dem man einfach die IP-Adressen der Parlamente füttert. Wikipedia-Accounts von Mitarbeitern hingegen werden nicht erfasst, da diese meistens nicht bekannt sind. Auch über Proxys kann man die “Überwachung” natürlich umgehen.

Ich habe die Accounts mal in einer Twitterliste gesammelt und unten nochmal sortiert aufgelistet. Ergänzungen gerne in die Kommentare. Beim Durchsehen ist mir aufgefallen, dass einige Accounts erst seit wenigen Tagen existieren und noch keine Einträge haben, da muss man mal in ein paar Monaten sehen, was daraus geworden ist.
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NSA in da House

Der Licht-Aktionskünstler Oliver Bienkowski hat (mal wieder) die US-Botschaft in Berlin angestrahlt. Diesmal mit “NSA in da House”. Nach etwa 30 Sekunden kam jedoch schon die Polizei und beendete die Aktion, zu sehen in diesem Video:


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