Städtische Festplatten für 30 Euro

Man würde ja denken, dass die Stadtverwaltungen ein so hohes Sicherheitsbewusstsein haben, dass die ihre Festplatten vernichten (lassen). Anders in Glücksburg:

Vertrauliche Bürgerdaten für nur 30 Euro: Bei einem Gebrauchtwarenverkauf hat ein Kunde Speichermedien mit Verwaltungsschriftgut erworben. Datenschützer sind entsetzt.

[...]

Nach Angaben des NDR hatte die Verwaltung den Flohmarkt selbst organisiert, weil sie in ein neues Rathaus gezogen ist. Aus diesem Grund bot sie das alte Inventar interessierten Bürgern an.

[...]

Die Speicher enthalten dem Käufer zufolge Steuerbescheide, Dokumente zum umstrittenen Genehmigungsverfahren eines Spaßbades, Konzessionen für Unternehmer, Gesprächsvermerke, Protokolle und Schreiben an Bürger.

Die haben da einfach mal ihr altes Zeug verscherbelt und dabei zu 0 Prozent auf Datenschutz geachtet. Super! Die Dokumente sollen übrigens aus der Zeit vor 2008 sein, falls sich jemand betroffen fühlt.

Hier ist auch noch der ganze Bericht bei NDR Info, die ZEIT hat wegen der Linkphobie (“Hilfe, wenn ich verlinke hauen unsere Leser ab!!11einself”) keinen Link gesetzt.*

* Achtet mal darauf, die verlinken in ihren Artikeln immer gerne auf ihre eigenen Seiten, nie aber auf fremde. Auch zu solchen SEO-Suchwörtern wie “wikileaks” verlinken sie dann gerne mal auf einen eigenen Artikel. Ich habe ja schon fast Mitleid, wie die dem SEO-Wahn verfallen sind.

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