Es geht weiter mit der Promotion des neuen Personalausweises: Bei den VZ-Netzwerken (MeinVZ, SchülerVZ und StudiVZ) soll man sich demnächst mittels der Plastikkarte identifizieren können. Das geht aus der Liste der sogenannten “Diensteanbieter” hervor:
VZNet Netzwerke Ltd.
Authentifizierung gegenüber der VZnet Netzwerke Ltd., Authentifizierung gegenüber anderen Nutzern des VZ-Netzwerks
In der PDF-Liste steht zudem, welche Daten abgeglichen werden sollen:
- Familienname
- Vornamen
- dienste- und kartenspezifisches Kennzeichen
- Angabe, ob ein bestimmtes Alter über- oder unterschritten wird
Auch eine Landingseite ist bereits fertig, nur die Funktion selbst taucht bislang noch nicht auf der Account-Seite auf, wie beschrieben wird.
Angesichts der bisherigen Datenlecks in den VZ-Netzwerken sollte man diese Funktionen aber ohnehin besser nicht nutzen. Wer weiß, wie (un)sicher die Infrastruktur der VZ-Netzwerke selbst gesichert ist und ob man sich zwischen der Übertragung der Daten theoretisch einklinken könnte. Zudem bieten die VZ-Netzwerke standardmäßig kein HTTPS an.
Immerhin wird auch hier auf zwei Seiten profitiert: Die Regierung profitiert, dass der Ausweis eventuell besser bei den Bürgern angenommen wird. Die VZ-Netzwerke profitieren, dass sie erstmals eine gute und einfache Möglichkeit zur Profilverifizierung gefunden haben und somit ihre Nutzer gezielter für Werbekampagnen einordnen kann. Ein toller Deal, den die Nutzer mit ihren persönlichen Daten (freiwillig) bezahlen.
(Screenshot: MeinVZ)

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