Auswärtiges Amt will wieder Windows

Das Auswärtige Amt will jetzt wieder auf Windows umstellen. Gründe: Den Mitarbeitern gefällt Linux nicht, sie können damit nicht umgehen und die Schulungen seien zu teuer. Zudem gäbe es Treiberprobleme.

Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass die meisten Mitarbeiter von Anfang an mit Windows gearbeitet haben und erst seit ca. 7 Jahren (2002 wurde die Umstellung auf Open-Source in Auftrag gegeben) mit Linux arbeiten, dann ist es ja klar, dass die lieber alle wieder Windows wollen, denn damit haben die ja schon jahrelang vorher gearbeitet.

Gut, dass unsere staatlichen Verwaltungen nicht gerade modern sind, das ist wenig neues und passt ins Gesamtbild. Aber es kommt ja noch besser: Den Koalitionsvertrag können wir jetzt offiziell als Klopapier verwenden, denn mehr ist dieser auch nicht wert.

Seltsam auch, dass ausgerechnet das Auswärtige Amt unter der Leitung des FDP-Politikers Westerwelle die Umstellung zu Windows forciert: Im Koalitionsvertrag hatte seine Partei 2009 noch festgelegt, dass geprüft werden soll, wie “die IT des Bundes sich zukünftig an offenen Standards orientieren und dabei auch Open-Source-Lösungen berücksichtigen” könne.

Seltsam? Nein Golem, das ist nicht seltsam, dass die Geldpartei lieber wieder teure Software kaufen will anstatt kostenlose freie Software zu nutzen. Gab es eigentlich schon eine großzügige FDP-Spende von Microsoft oder kommt die erst noch?

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