Drohnen-Einsatz bei Nazi-Gegendemo in Dresden

Bei der Nazi-Demo am 13. Februar hat die Polizei eine Drohne eingesetzt. Ein Beweisfoto des neuen Spielzeuges, welches über die Gegendemonstranten(!) der Nazi-Demo flog (und die Gegendemonstranten somit überwachte):

Wer mal so eine Drohne in Aktion sehen will, dem sei dieses Video von einem Fußballspiel empfohlen, wo die Drohnen scheinbar regelmäßig im Einsatz sind.

Weitere Fotos und einige Tweets dazu hat „Frank infomiert“ gesammelt.

(Foto: elbflorenz unter CC by-nc-sa 2.0)

7 Gedanken zu “Drohnen-Einsatz bei Nazi-Gegendemo in Dresden

    • @Anon: Bei den Demonstranten vermutlich Massenpanik, wenn da auf einmal Drohnen-Teile runterfliegen. Politisch gesehen dürfte das das Ende der Drohnen-Einsätze sein, wenn die Presse das breit berichtet.

  1. exakt, christian. wir sind seit dem 13.2. genau damit beschäftigt.
    problem: an solchen themen beißen üblicherweise hartgesottene freie journis, keine redaktions-sesselpupser. weil freie bei zeilenweiser bezahlung wiederum nichts mehr zu beissen haben und in der folge ins netz zu alternativen publikationsweisen abtauchen, würden wir sagen, konzentrieren wir uns erstmal auf die breite information der öffentlichkeit über seiten wie diese hier. bis das thema dereinst heftiger müffelt als der redaktionssessel und die darauf hockenden maestros endlich in bewegung geraten. das ganze heißt dann im fachjargon in etwa „folgen der zeitungskrise nr. 6 seit 1990“, damit muss man heute leider rechnen.

    http://wp.me/psdI6-Wo < "UFO" über dresden am 13.2.

  2. Massenpanik – so ein Unsinn! Seht Euch einfach auf der website des Herstellers die technischen Daten dieser Drohne an: Leergewicht 2650g. Nur weil plötzlich – mit maximaler Nutzlast – knapp 4 kg Plastik herunterfallen könnten, soll eine Massenpanik ausbrechen? Und das bei Demonstranten, die sich auf harten Polizeieinsatz eingestellt haben?

    Viel mehr Schaden würden sich die Drohnen-abschießenden Demonstranten eher selbst zufügen: Die Wahrscheinlichkeit, dass man mit dem ersten Steinwurf die Drohne trifft, dürfte recht gering sein. Jeder geworfene Stein kommt aber auch wieder herunter und dürfte dann einen anderen Demonstranten treffen! Auf Heise gibt es auch einen anderen Artikel zu dem Thema und da kann man lesen: „… während unter den Journalisten Diskussionen darüber begannen, ob Hooligans die Drohne beschädigen könnten. „Das schafft kein Hool – und wenn, dann hat er eine Waffe benutzt, die ihm gleich eine Verhaftung einbringen könnte“, war die Antwort.

    • @Frank: Hm, ich kann nicht beurteilen, was die Dinger so aushalten und was man bräuchte, um so eine Drohne kaputt zu machen. Je nachdem könnte es aber schon zu einer Panik kommen, z.B. wenn Einzelteile weitverstreut rumfliegen. Klar, wenn man Steine etc. einsetzt würde man erstmal selbst andere Demonstranten treffen.

      Aber das ist viel Theorie, die am Ende wenig bringt. Vielmehr sollte es andere (juristische) Wege geben, den Einsatz von Drohnen zu verbieten, zumal diese ja auch zum Auswerten aufzeichnen. Welcome to 1984.

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