Lese-Tipp: Zensur von BPjM und FSK

Vor einiger Zeit habe ich einen ausführlichen, dreiteiligen Bericht von 2009 über die Zensur von Filmen durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Medien (BPjM) und der Freiwiligen Selbstkonstrolle Filmwirtschaft (FSK) gelesen, den ich empfehlen möchte:

1. Teil: Wie ich einmal versuchte, einen indizierten Film zu kaufen
2. Teil: Einmal gefährdungsgeneigt, immer gefährdungsgeneigt
3. Teil: Amokläufer unter sich

Die Artikel sind zwar bei Telepolis, aber der Autor Hans Schmid scheint in der Tat seriös zu sein. Das Internet sagt, dass er Filmwissenschaftler ist und bei der Uni München als Dozent tätig sein soll. Leider scheint er keine eigene Website zu haben.

Und was Schmid schreibt, ist interessant. Man erfährt einiges darüber, wie die eigentlich guten Ansätze von BPjM-Verbote und FSK-Einstufungen in der Praxis total aus dem Ruder laufen. Nicht nur die Zensur von Filmen kritisiert er, sondern auch die Probleme die durch die FSK und die BPjM entstehen. Ein Beispiel ist, dass es schwierig ist über indizierte Sachen zu schreiben, da für diese das Werbeverbot gilt. Am Ende des zweiten Teils führt er das auch recht genau aus.

Ihr solltet euch das definitiv mal durchlesen, weil es wirklich sehr interessant ist. Bei der Länge hätte man schon fast ein Buch draus machen können, viel mehr fänd ich es aber toll wenn es das mal (aktualisiert) als Podcast oder Radio-Feature gäbe.

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