Haha, habe ich nicht geschrieben, dass ich der SPD nicht über den Weg traue? 2009 hat sich Brigitte Zypries (welche die Ablehnung des LSR-Entwurfes mit gefordert hat) für ein Leistungsschutzrecht ausgesprochen:
Die Buch- und Presseverlage erbringen ebenso wie die Hersteller von Tonträgern und Filmen eine ganz erhebliche eigene organisatorische und wirtschaftliche Leistung. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass auch die Verlage in Zukunft ein eigenes Leistungsschutzrecht bekommen. [...] Deshalb sollten wir in der kommenden Legislaturperiode ein eigenes Leistungsschutzrecht für Verlage ernsthaft diskutieren.
Und auch Frank-Walter Steinmeier forderte 2009 ein Leistungsschutzrecht:
Aktuell ist deshalb über die folgenden Instrumente und Möglichkeiten nachzudenken: [...] 4. Erleichterungen im Pressefusionsrecht für die Zeitungen sowie die Einführung eines Leistungsschutzrechts für Verlage im Urheberrrecht, damit kostspielig erstellte Inhalte nicht beliebig kostenlos kommerziell verwertet werden können.
Traurig, dass ausgerechnet Springer-PR-Mann Christoph Keese darauf hinweisen muss und keine andere Zeitung da mal im Archiv geblättert hat. Aber einen solchen Journalismus erwartet man heutzutage ja auch leider nicht mehr.
UPDATE: Ich habe tatsächlich das traditionelle Wer hat uns verraten?-Verlinken vergessen. :-)