Während Christoph Keese das Leistungsschutzrecht verteidigt, werden 47 Journalisten der ComputerBILD vor die Tür gesetzt. Hintergrund ist, dass Springer die ComputerBILD in eine externe GmbH überführt – welche tariflos ist, die Journalisten werden dort also nicht nach Tarif bezahlt (und sicherlich nicht übertariflich). Wer nicht in die GmbH geht, wird entlassen. Ein schönes Beispiel, das verdeutlicht, wie viel dem Springer-Verlag ihre eigenen Journalisten wert sind.
Meine These dazu: Laut Leistungsschutzrecht-Entwurf sollen Urheber ja an den Einnahmen beteiligt werden. Es dürfte außer Frage stehen, dass die Verlage das meiste abschöpfen werden, aber durch diese Mehreinnahmen bei den Urhebern könnten die Verlage auch deren Verträge runterdrücken. Zumindest werden sie es versuchen.
Eine WIN-Situation für die Verlage: Mehr Einnahmen und weniger Personalkosten. Und wir, die aus den Verlagsangeboten zitieren, sollen es bezahlen. Ich glaub, es hackt.