Links 13

Neue Links, diesmal mit ganz viel digitaler Demenz.

CARTA: Zwischenbilanz zu Spitzers “DigitaleDemenz”
Martin Lindner, selbst Hirnforscher und Dr.phil.habil. (Literaturwissenschaft, Semiotik, Medienwissenschaft) über Spitzers Buch:

Sobald man ein klein wenig näher hinschaut (was NormalleserInnen nicht tun und auch kaum können), sieht man, dass es hier keine (!) klaren wissenschaftlichen Ergebnisse gibt, die als bewiesen gelten dürfen – obwohl Spitzer ständig gegen seine Feinde, die Medienpädagogen, polemisiert und auf “über 200 Studien” verweist, die er ausgewertet habe.

taz: Keinen Plan vom Netz
André Spang, twitternder Lehrer und Pianist:

Wenn man das Netz produktiv nutzt, dann wird es auch den Verstand fordern. Oberflächlicher Konsum hingegen selbstverständlich nicht. Genau hier liegt aber das pädagogische Potenzial: Dass Schüler lernen, Inhalte produktiv und ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend zu gestalten. Dabei selbstbestimmt vorzugehen und sich auch Fragen, Ziele und Antworten selbst zu stellen.

Der Artikel ist sehr lesenswert, denn er schreibt dort auch, wie man z.B. Blogs und Wikis im Unterricht einbinden kann. Das klingt alles sehr vernünftig.

Presseportal: Offener Brief von TV Movie an Thomas Gottschalk
TV Movie fragt Thomas Gottschalk im Hinblick auf sein Supertalent-Engagement:

Lieber Thomas, ist es nicht genau das, wogegen Du Dich immer gewehrt hast?

In dem Zusammenhang sei auch der Supertalent-Bericht von Stefan Niggemeier empfohlen, am besten mit diesem Lied im Hintergrund während dem lesen.

Radioszene.de: Das düstere Geheimnis der MA
Ulrich Bunsmann über die Medien-Analyse Radio (MA Radio):

Jeder, der ein bisschen was von Markt- und Reichweitenforschung für Radioprogramme versteht, erkennt auf den ersten Blick, dass diese Zahlen zwar real sind, aber nichts mit der Realität zu tun haben. […] Die Zahl der im Rahmen der MA Radio Befragten reicht einfach nicht aus, um insbesondere die Reichweiten mittelgroßer und kleiner Programme korrekt abzubilden.

Journalist.de: DIE 10.000-EURO-RECHERCHE
Sicherlich habt ihr das mitbekommen: Die Sportförderung richtet sich demnach, wie viele Medaillien die deutschen Olympia-Teilnehmer gewinnen. Hinter den Kulissen hat das zuständige Bundesinnenministerium sich zuerst geweigert, die Dokumente rauszugeben. Als das Verwaltungsgericht Berlin sie nun dazu verurteilt hat, hat das BMI über 10.000 Euro für die entsprechenden Dokumente veranschlagt. Die offizielle Version ist, dass der Antrag in mehrere Teil-Anträge gesplittet wurde und deswegen jeder Teil-Antrag nun kostet. Meiner Meinung nach ist das eine Taktik, um möglichst wenig preisgeben zu müssen und andere investigativen Recherchen abzuschrecken. Soviel zur „Informationsfreiheit“. Danke dem Recherche-Team von DerWesten, dass ihr euch da durchschlagt.

SPIEGEL: „Groupon? Nie wieder!“
Kleinunternehmer haben Probleme mit Groupon, weil sich Groupon in der Vergangenheit mehrmals nicht an Absprachen gehalten haben soll. Und die Samwer-Brüder haben Mitschuld daran, weil sie ihren Groupon-Klon mit Mitarbeitern aufgebläht haben, von denen Groupon ein Viertel nicht brauchte und nach dem Kauf entlassen hat.

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