Gestern wollte ich einen Tweet auf Twitter suchen – was angesichts der Twitter-Suche einfach grauenhaft ist. Die Twitter-Suche zeigt nämlich nur Tweets in einem gewissen Zeitraum in den Ergebnissen an, vermutlich ist die Twitter-Suche auf die letzten 4 Wochen beschränkt.
Jedenfalls habe ich dann gestern Tweet Nest installiert. Das geht ganz schnell: Runterladen, per FTP raufladen, eine Datenbank-Tabelle anlegen und einfach die Setup-Seite ausfüllen. Danach werden die letzten 3.200 Tweets automatisch in die Datenbank reingeladen – leider nicht mehr, weil Twitter nicht mehr zulässt.
Also: Je früher man anfängt, desto besser. Denn was Tweet Nest einmal in die lokale Datenbank reingeschoben hat, verschwindet nicht mehr. Damit das Backup auch auf dem neuesten Stand ist, sollte man entweder regelmäßig manuell die Tweets nachladen oder einen Cron-Job anlegen, der das einmal am Tag automatisch macht.
Die Installation hat etwa 5 Minuten gedauert. Am Ende hat man ein tolles, durchsuchbares und übersichtliches Archiv seiner Tweets, was als unabhängiges Backup funktioniert. Und das kostenlos, denn die Software ist Open-Source.
Das einzige, was man vielleicht noch verbessern könnte, wären die Links. Diese werden überwiegend nämlich als t.co-Links gespeichert und nicht mit der Zieladresse, was insofern etwas doof ist, falls Twitter irgendwann auf die Idee kommt, ältere t.co-Links nach einer gewissen Zeit zurückzusetzen. Ich würde Twitter sowas leider zutrauen.
Wer wissen will, wie das aussieht: Hier ist mein Tweet-Archiv.
3.200? Die vorher waren alle viel besser!
Und:
Ich glaube, Twitter überlebt länger als deine Datenbank.
@tux.: Mag sein, aber ein Backup ist immer gut. Wenn Twitter dich von heute auf morgen sperren und löschen sollte, stehste ohne deine Tweets da. Klar, bleibt die Frage, ob Tweets wirklich wichtig sind – ich schreibe soviel nach Twitter rein, dass Twitter schon eine Art Zweitblog geworden ist, von daher schon.
Außerdem geht es primär um die Suchfunktion, die bei Twitter absolut unbrauchbar ist. Natürlich muss jeder selbst überlegen, ob er es braucht und haben möchte oder nicht. Die Entscheidung steht ja jedem offen. ;-)
Wenn Twitter mich löschen oder sperren sollte, was soll ich dann noch mit meinen eigenen Tweets? Mich darüber kaputtlachen?
Das einzig “Wichtige” an meinen Tweets sind die Links. Falls ich davon mal nach Jahren welche brauchen sollte, habe ich eine Patentlösung: Jeder Tweet von mir, der einen Link enthält, wird von ifttt (ifttt.com) getriggert und der Link automatisch in mein Zootool-Profil (http://zootool.com/user/hirnfick/) kopiert. Irre praktisch.
Ich finds ganz praktisch. Bin erst bei ~2800 also kann ich noch alle speichern :-)
@Bodo_PK: Hehe.
@tux.: Nö nicht kaputtlachen, ich twittere z.B. öfters mal Zitate, die ich dann wiederfinden kann. Deine Lösung ist auch nicht schlecht, so hat halt jeder seine eigene Lösung.