Film-Tipps: Im Netz / Einfach die Wahrheit / Homevideo

Draußen liegt Schnee und es steht ein langes Osterwochenende bevor. Was gäbe es besseres, als ein paar tolle Filme anzusehen? Ich hab kürzlich drei ARD-Filme gesehen, die ich hier empfehlen möchte.

Im Netz (bis 3. April in der ARD-Mediathek)
Inhalt: Die erfolgreiche Unternehmensberaterin Juliane Schubert wird von einem Sondereinsatzkommando aus dem Schlaf gerissen und muss 48 Stunden in Untersuchungshaft verbringen. Wie sich herausstellt, hat ein Fremder ihre Identität genutzt und damit unter anderem terrorverdächtige Materialien bestellt. Nun wird sie überwacht, der Verfassungsschutz sucht den Täter – und verdächtigt auch sie.

Fazit: Guter Thriller, der die Folgen eines Identitätsdiebstahls zeigt. Während sich die Ermittlungen am Anfang hinziehen, zieht das Tempo zum Ende hin an. Leider ist das Ende mit einem durchbrennenden Ermittler auch etwas unrealistisch.

Einfach die Wahrheit (bis 4. April in der ARD-Mediathek)
Inhalt: Die 8jährige Laura behauptet, ihr Vater hätte sie sexuell missbraucht. Der Vater hingegen bestreitet dies, Laura sagt plötzlich das Gegenteil aus. Staatsanwältin Charlotte Reinke muss unbedingt Beweise finden, damit sie den Prozess gewinnen kann. Doch welche Geschichte ist die Wahrheit?

Fazit: Ein wirklich packendes Drama, nicht nur wegen die Thematik an sich. Als Zuschauer ist man hin- und hergerissen, welche Seite nun recht hat. Mal zweifelt man an der einen Version, dann an der anderen. Erst am Ende wird die Sache klar.

Homevideo (DVD)
Inhalt: Jakob filmt sich beim Onanieren, blöder Weise gerät das Video in die Hände zweier Klassenkameraden, die das Video im Internet weiterverbreiten. Jakob ist psychisch ein Wrack, verschließt sich vor Freunden und Eltern. Einen Ausweg scheint es für ihn nicht zu geben.

Fazit: Eigentlich ist der Film gut, aber man muss Abstriche machen: Der „rechtsfreie Raum“ wird erwähnt, es gibt Technik-Quatsch (über Jakobs Notebook die IP-Adressen der Video-Uploader herausfinden – ja ne, is kla) und auch das Ende finde ich too much. Soviel Belastung gleichzeitig dürfte eher selten vorkommen. Dennoch ein empfehlenswerter Film.

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