Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2013

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl ist da. Und bei mir sind mal wieder spannende Ergebnisse rausgekommen. Leider muss man den Wahl-O-Mat immernoch auf acht Parteien beschränken, die FAQ begründet das damit dass der Wahl-O-Mat keine Wahlempfehlung sein soll (haha, guter Witz!), aber diesmal kann man unten auf „zurück“ klicken und die Parteiauswahl ändern ohne die Fragen alle erneut durchackern zu müssen.

Hier mein Ergebnis (nach mehrmaliger Abfrage):

DIE LINKE 89,6 %
Die PARTEI 86,5 %
PIRATEN 85,4 %
GRÜNE 81,3 %
SPD 65,6 %
NPD 55,2 %
pro Deutschland 50 %
FDP 47,9 %
PARTEI DER VERNUNFT 35,4 %
AfD 34,4 %
REP 29,2 %
CDU / CSU 28,1 %

Das Ergebnis überrascht mich mehrfach. Zum einen oben: Ich hätte nicht erwartet, dass Die Linke und sogar Die PARTEI mit meinen Positionen eher übereinstimmt als die Piraten. Auch unten finde ich das sehr interessant: Die CDU/CSU ist bei mir unter dem rechten Gesocks und die FDP fühlt sich dort zusammen mit der populistischen PDV richtig wohl. Auch das hätte ich so nicht erwartet.

Früher gab es beim Wahl-O-Mat auf der Ergebnisseite auch noch eine Tabelle, in der die Positionen neben den eigenen Antworten in Form von Blöcken in grün (stimmt mit meiner Position überein), rot (stimmt nicht mit meiner Position überein) und grau (Partei hat keine Position) standen. Das gibt es diesmal leider nicht, sondern einfach nur eine PDF-Datei. Somit kann ich nicht herausfinden, welche meiner Positionen mit denen der Piraten abweichen, da mir diese Übersicht fehlt. Schlecht.

Schaut man ins Archiv, ist das ganze übrigens doch nicht so überraschend. Auch bei der letzten NRW-Wahl lagen bei mir Piraten, Die PARTEI und Die Linke vorne. Und SPD, CDU und FDP lagen hinter der NPD. Insofern haben sich nur ein paar Plätze getauscht, was vielleicht auch an den Fragen und den „Neutral“-Antworten (waren diesmal so 3-5 bei mir) und der Gewichtung liegen kann.

Allerdings weiß ich immer noch nicht, wen ich wählen werde. Das ist diesmal eine schwierige Entscheidung. Die NSA-Überwachungs-Geschichte hat bei mir das Fass zum Überlaufen gebracht. Und ob ich wirklich eine Protestwahl mache, muss ich mir noch überlegen.

Es gibt übrigens auch berechtigte Kritik am Wahl-O-Mat, die mir schlüssig erscheint: Die Erklärung wie die Parteien ihre Antworten meinen fehlt beim ersten Durchgang, man kann kein „Ja, aber“ / „Nein, aber“ auswählen (hat mir bei einigen Fragen auch gefehlt), die Fragen sind zu sehr runtergebrochen und einige Fragen sind auch komisch. Alleine auf den Wahl-O-Mat verlassen darf und sollte man sich nicht.

5 Gedanken zu “Wahl-O-Mat Bundestagswahl 2013

  1. Was die Datensicherheit und einige Features betrifft, kann dir geholfen werden. http://blog.christian-hufgard.de/bundes-o-mat_wahl-o-mat_mit_extras-2013-08-29

    Was die Wahlentscheidung betrifft, kann ich nur den Piraten-Slogan von 2009er Plakaten zitieren: Denke selbst. Und berücksichtige dabei den Umstand, dass hier nur formales Wahlprogramm abgefragt wird, nicht wie eine Partei sich ggf. tatsächlich bei Abstimmungen verhalten hat bzw. zu verhalten gedenkt ;-)

    PS: Ein Wahl-O–Mat für Hessen hat die CDU dieses mal verhindert. Für Bayern gibt es sowas.

    • @Gernot: Ah, der „Bundes-O-Mat“ ist tatsächlich weitaus besser. Am Ende hat man eine Tabelle und mit Klick auf den „Farb-Block“ bekommt man die komplette Antwort eingeblendet. So sollte der Wahl-O-Mat das auch machen. Danke für den Link.

      Klar, es ist nicht gerade selten, dass eine Partei im Wahlprogramm was anderes verspricht als sie hinterher nach der Wahl durchsetzt. Hatten wir schon oft genug. ;-)

  2. Du kannst die Positionen und Begründungen der Parteien nach dem Ergebnis einzeln betrachten und abgleichen, welche mit deinen übereinstimmen.

  3. Mir fehlt beim Wahl-o-Mat eine Möglichkeit, Parteien nach tatsächlichem Abstimmverhalten zu bewerten. Grüne und F.D.P. fordern zurzeit Dinge, die sie selbst in ihrer Regierungszeit abgelehnt haben.

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