VDS: Zugriff ohne Tatbestand für Geheimdienste geplant

Hat hier irgendjemand gedacht, der NSA-Untersuchungsausschuss (NSAUA) würde knallhart aufdecken, was die NSA mit der Massenüberwachung deutscher Bürger getrieben hat? Nun, natürlich nicht wirklich, solche Untersuchungsausschüsse sind nur begrenzt nützlich. Sie bringen zwar meistens neue Erkenntnisse, aber Konsequenzen folgen in den seltensten Fällen.

So ist es auch beim NSAUA. Nicht nur, dass CDU/CSU und SPD jetzt die Vorratsdatenspeicherung wieder einführen möchten – ausgerechnet Patrick Sensburg, Vorsitzender vom NSAUA, erklärt zusammen mit Volker Ullrich, dass diese auch noch ausgeweitet werden soll! Wahrscheinlich hat die CDU/CSU jetzt Blut geleckt, nachdem sie wissen, was die Amerikaner alles machen – da muss man doch aufholen und mithalten können:
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VDS: Nicht zur Vorbeugung

Kommentar von Reinald Becker (SWR) zur Vorratsdatenspeicherung:

[…] Verhindern kann die Vorratsdatenspeicherung Terroranschläge, wie beispielsweise auf die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo, nicht. Die Datenspeicherung ist ein sinnvolles Hilfsmittel bei der Vorbeugung und der Aufklärung von Anschlägen und schweren Verbrechen, nicht mehr und nicht weniger. […]

Erst sagt er, die Vorratsdatenspeicherung (VDS) ist in der Prävention sinnlos, um sich dann im Satz darauf selbst zu widersprechen. Merkt Becker eigentlich, was für einen Stuss er da erzählt? m)

Egal was die BILD einen fragt …

Aus dem BILD-„Werbespot“ von Gernot Hassknecht (ZDFmediathek, YouTube):

Egal was die BILD einen fragt, man antwortet immer Arschlecken Rasieren 1,80

Hintergrund ist eine jüngste BILD-Umfrage, wie Bundestagsabgeordnete bei einem dritten Griechenland-Hilfspaket abstimmen würden. Meiner Meinung nach wollte man damit einen Pranger erstellen, wer „den Griechen“ mehr Geld geben möchte und wer sich dieser Frage entziehen möchte:

Wir werden in BILD alle Antworten dokumentieren. Das gilt auch für ausbleibende Antworten.

Einer solchen Einschüchterung kann man nur mit Hassknechts Worten antworten.

SPIEGEL: Für dumm abgespeichert

Ich finde den Humor vom SPIEGEL ja wirklich großartig: „Lassen Sie sich nicht für dumm abspeichern!“ heißt es da in Bezug auf die Vorratsdatenspeicherung, während aktuell zehn Tracking-Codes auf der Seite vom SPIEGEL die Leser … ja, genau: abspeichern. m)

spiegel-vds-tracking (Screenshot: spiegel.de)

Immerhin: Zwei (!) Tracking-Codes weniger als vor zwei Jahren.

foo-tooth

Neulich auf der Arbeit: „foo-tooth“ statt Bluetooth.

Bluetooth-Einstellungen, in denen das Bluetooth-Gerät als foo-tooth bezeichnet wird

(Nein, nicht extra zur Belustigung eingestellt.)