Mindestlohn: Schlupfloch Sonderzahlungen

Der Mindestlohn war ja auch zu schön um wahr zu sein, hier ist schon das erste zweite Schlupfloch: Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden (AZ: BAG: 5 AZR 135/16), dass Sonderzahlungen auf den Mindestlohn angerechnet werden dürfen.

Der nach den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden bemessene Mindestlohnanspruch der Klägerin für den Zeitraum Januar bis November 2015 ist erfüllt, denn auch den vorbehaltlos und unwiderruflich in jedem Kalendermonat zu 1/12 geleisteten Jahressonderzahlungen kommt Erfüllungswirkung zu.

Ein Arbeitgeber darf also auch weniger als 8,50 Euro die Stunde zahlen und monatlich eine „Sonderzahlung“ drauflegen um nicht gegen das Mindestlohn-Gesetz zu verstoßen. Nicht der Stundenlohn zählt, sondern das gesamte Monatsentgelt.

Und weil man solche arbeitgeberfreundliche Schlupflöcher nur von der FDP kennt, zur Erinnerung: Das Gesetz kommt von der SPD.

#rpTEN (Teil 1) Ad-Wars, Polit-Satire, ÖPNV

Ich schaue mich gerade durch die re:publica-Videos (die endlich mal schnell online gekommen sind) und möchte ein paar Empfehlungen hier lassen.

Thorsten Schröder & Frank Rieger: Ad-Wars
Die beiden CCCler zeigen beeindruckensvoll, wie einfach Werbebanner über Schwachstellen in Browserplugins den ganzen Computer mit Malware infizieren können. Die Werbenetzwerke prüfen den Code und die Banner nicht, das haben sie selbst ausgetestet. Somit bleibt das Fazit: Ohne Werbe-/Script-Blocker zu surfen ist gefährlich (ich empfehle uBlock Origin und NoScript).
Weiterlesen

VLC-Player: 360 Grad Videos abspielen

Wie kann man mit dem VLC-Player ein 360 Grad Video abspielen? Nehmen wir als Beispiel das Prypjat-Video vom WDR. Wenn man sich dieses Video nämlich von YouTube herunterlädt sieht man den vollen 360 Grad Ausschnitt. Dadurch wirkt natürlich alles total verzerrt.

vlc-360-1-1000x542
Weiterlesen

360 Grad Prypjat

Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, flog das Kernkraftwerk in Tschernobyl hoch. Aus diesem Anlass hat der WDR ein 360 Grad Video von der nun verlassenen Stadt Prypjat gedreht. Neben ein paar Drohnen-Aufnahmen werden auch ehemalige Bewohner in den verlassenen Gebäuden gezeigt, die aus dem Off von den Tagen damals berichten.

Mittels der Maus kann man in dem Video das Bild in verschiedene Blickwinkel drehen, einfach auf eine Stelle klicken und in die Richtung drehen, die man sehen möchte.

(Direktlink)

Das ganze ist nichts weltbewegendes, aber durchaus interessant, falls man nicht schon zig Tschernobyl-Bilder gesehen hat. Spannender wäre es natürlich, wenn sie noch mehr solcher Videos zum Beispiel auch in dem Reaktorgebäude gemacht hätten, um dort selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Das dürfte aufgrund der heute noch hohen Strahlung aber nicht so einfach sein.

Beim WDR gibt es noch ein Making-of, wo sie erklären, wie sie das gedreht haben – mit GoPros und Halterungen aus einem 3D-Drucker. Die Sondersendung von Quarks & Co. zu Tschernobyl kommt am Dienstag im WDR und ist auch schon online.

Denkmäler beleidigen

Da fragt man sich doch: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ (also, das Video jetzt).

(Direktlink)

Und ja, davon gibt es natürlich noch viel mehr. m) Der Rheinturm ist übrigens (noch) kein Denkmal – mit seinen 34 Jahren seit Bauende ist er wahrscheinlich noch zu jung dafür, auch wenn er mittlerweile als Wahrzeichen von Düsseldorf recht bekannt ist.