BSI warnt vor sich selbst

Ein schon längst überfälliger Schritt: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor sich selbst. Nachdem das BSI in den letzten Monaten wild E-Mails an Betroffene schickt, deren Daten abgefischt wurden, schicken jetzt auch Phisher angeblichen Warnungen mit gefälschtem BSI-Absender raus, um Daten zu kriegen.

Vielleicht merkt das BSI ja jetzt, wie dämlich undurchdacht ihre ganzen BSI-Warnungs-Aktionen sind. Spätestens jetzt glaubt niemand mehr irgendeiner E-Mail mit BSI-Absender, selbst wenn sie echt sein sollte. Einmal mit Profis!

Online-Steuererklärung

Es gibt ein paar Dinge, die ich bewusst nicht online mache. Die Einkommens­steuer­erklärung gehört dazu. Und Kanada bestätigt mich:

Unbekannte haben offenbar Sozialversicherungsnummern von Servern der kanadischen Finanzbehörde entwendet und dabei die Heartbleed-Lücke ausgenutzt. “Basierend auf unserer bisherigen Analyse wurden Sozialversicherungsnummern (SIN) von 900 Steuerzahlern von (unseren) Systemen entfernt”, teilte das kanadische Finanzamt (CRA) am Montag mit.

Ups! Die Sozialversicherungsnummer ist in Kanada das höchste Identifikations­merkmal, vergleichbar mit unserem Personalausweis. Mit der Nummer kann man also zum Beispiel Kredite aufnehmen oder einkaufen gehen. Die Betroffenen haben jetzt also wirklich arge Probleme, was vor allem an dem Finanzamt liegt:
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SPIEGEL Online mischt bei Firefox mit

Ohje: Katharina Borchert, Geschäftsführerin von SPIEGEL Online, ist im “Board of Directors” der Mozilla Corporation gelandet. Ich befürchte, dass das für den Mozilla Firefox nichts gutes bedeutet.

Was ist denn der feuchte Traum der Verleger? Richtig, dass jeder Nutzer zahlt. Was wäre da besser, als eine LSR-Funktion in einen weit verbreiteten Browser rein zu kriegen? Eine Funktion, die merkt, auf welcher Seite welcher Text aufgerufen wird und dann der Nutzer dafür, im Hintergrund (ohne Paywall), zur Kasse gebeten wird? Dass die Online-Redaktionen bislang nicht rentabel sind, gießt da nur Öl ins Feuer.
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browsersicherheit.info 2.0

GMX rudert zurück, nach der Kritik an browsersicherheit.info ist die Aktionsseite komplett überarbeitet worden (Klick zum Vergrößern).

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Die Veränderungen
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Fragen zu browsersicherheit.info

Seit Mittwoch zeigen gmx.net und web.de bei Besuchern mit Adblockern einen Warnhinweis im Stil einer Browser-Warnmeldung an. Wer darauf klickt, gelangt auf die Seite browsersicherheit.info, wo empfohlen wird, “seitenmanipulierende” Browser-Addons zu löschen – darunter auch mehrere Adblocker. Als ich davon bei Fefe las habe ich mich mal an die Pressestelle von GMX gewandt und dort 11 Fragen eingereicht.

browsersicherheitinfo

Als Antwort hat man mir eine Zusammenfassung geschickt, in der zunächst grob wiederholt wird, was schon in dem Computerbild-Artikel steht und auch gegenüber heise geäußert wurde. Und dann geht der Pressesprecher tatsächlich auf drei meiner Fragen ein – zunächst die Fragen (Vorweg: GMX, Web.de und Browsersicherheit.info gehören alle zur “1 & 1 Mail & Media GmbH”, welche wiederum United Internet gehört):
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