Links

Ich fange jetzt auch mal an Links zu verbloggen, für die sich ein eigener Blogpost nicht lohnt. Macht ja irgendwie jeder, damit man die Sachen wiederfindet, die in Facebook, Google+ und Twitter gnadenlos im Timeline-Stream untergehen.

Die erste Version vom 28C3-Fahrplan ist draußen und mit ihm das Motto: „Behind Enemy Lines“. Juhu! Ich werde dieses Jahr aber wieder nicht da sein sondern auf meiner Festplatte Platz für die Recordings machen.
Jemand von der Spackeria ranted gegen den CCC, weil es keinen Spackeria-Vortrag gibt.
CDU/CSU und FDP haben die Visa-Warndatei beschlossen, Visa-Antragsteller werden somit automatisch mit einer Antiterrordatei abgeglichen. Der Bundestag hat es auch abgesegnet, fehlt nur noch der Bundesrat. So sehr verteidigt die FDP also die Bürgerrechte.
CDU-Familienministerin Kristina Schröder verdreht eine Studie, die Wissenschaftler der Studie werfen ihr „islamophobe Tendenzen“ vor.
Erstes Gerichtsverfahren zu Kino.to: Der Webdesigner ist zu 2,5 Jahren Haftstrafe verurteilt worden.
#0zapftis gibt es auf Google+, aber (gefühlt) nicht mehr in den Medien.
@monoxyd hat ein Interview mit einem Anonymous-Typ republiziert.
Max und mspro reden wieder miteinander. Jedenfalls solange, bis mspro eine Google+ Page für WMR anlegen wird.
Amazon hat einen Adventskalender mit täglich wechselnden tollen Angeboten, also am Besten den Link direkt bookmarken.
Ey Lou Flynn vertickt sein CC-Album in verschiedenen Weihnachtseditions. Kauft euch welche, schon alleine damit er mit dem Jammern aufhört. ;-)

Anti-Staatstrojaner-Tool

Bwahahahaha, es gibt ein Anti-Staatstrojaner-Tool. Ursprünglich von ArchiCrypt gecoded hat sich Steganos das geschnappt und verbreitet es jetzt, zum Beispiel über CHIP (vorsicht, CHIP-Link) und ComputerBILD (vorsicht, ComputerBILD-Link).

Das ist natürlich ein Bullshit-Tool, die c’t hat das gut erklärt: Es reicht schon ein einziges Zeichen in der Trojaner-Datei zu ändern und schon scheitern die Antivirus-Hersteller. Falls ihr Steganos-Produkte nutzt, solltet ihr euch jetzt mal schnell nach Alternativen umsehen, es ist ein Unding dass die mit dem Anti-Staatstrojaner-Tool den Nutzern eine falsche Sicherheit vortäuschen.

Unter Informatikern wird „Hast du schon das Anti-Staatstrojaner-Tool?“ jetzt sicherlich zum Running-Gag. Könnte man auch als T-Shirt-Motiv für den 28C3 entwerfen… :-)

Facepalm bei Uhl

Hans-Peter Uhl hat ja im Bundestag gesagt, dass er froh ist, dass Deutschland nicht vom Chaos Computer Club und der Piratenpartei regiert wird. (Das war übrigens auch die Sache, wo hinterher nachgebessert wurde.) Scheinbar hat das selbst einige Leute im Plenarsaal zum facepalmen gebracht, wie dieser Screenshot zeigt. :-)

(Screenshot: BundestagsTV, via Facebook)

DigiTask mahnt zurück ab

Popcorn! DigiTask wurde ja abgemahnt, jetzt mahnt DigiTask zurück ab. DigiTask sagt, dass Wavecon die Abmahnung nicht hätte online stellen dürfen und jetzt soll Wavecon eine Unterlassungserklärung unterschreiben, dass sie keine Dokumente mehr darüber veröffentlichen werden. Ich behaupte ja mal, dass das öffentliche Interesse in diesem Fall klar überwiegt, aber ob das ein Gericht ähnlich sehen wird, ist ja immer so die Frage.

BND-Trojaner kann noch mehr

Sieh an, der Abteilungsleiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Bundeskanzleramt, Günter Heiß, meldet sich zu Wort und plaudert über BND-Trojaner:

Dieser hatte der Zeitung gesagt, die Staatstrojaner seien „multifunktionale Rohlinge“, die weit mehr Fähigkeiten hätten als rechtlich zugelassen. Der BND greife offenbar auf mehrere Hersteller zurück. „Der BND macht mehr eigenständig und unabhängig als andere“, heißt es laut Stuttgarter Nachrichten aus Sicherheitskreisen. Zudem werden Bundesbehörden nicht selten um Amtshilfe gebeten, so dass Staatstrojaner mit illegalen Funktionen möglicherweise auch weiterverliehen werden.

Na, jetzt wird es ja richtig spannend. Und immer dann, wenn es spannend ist, kommt die Werbung das Dementi:

Heiß, der von 2006 bis 2009 Verfassungsschutzpräsident von Niedersachsen war, will aber lediglich verschiedene theoretische, abstrakte Möglichkeiten aufgezeigt haben. Dass diese auch in der Praxis umgesetzt worden seien, habe er nicht behauptet, berichtet die Zeitung.

Nein, natürlich nicht! Die Behörden würden NIE, ich betone NIE!!einself11!, auf die Idee kommen, ihr Spielzeug auch zu benutzen. Die stellen sich die Trojaner auf Festplatten und USB-Sticks schön in einem Schaukasten im Foyer auf, damit sie immer sagen können „Guck mal, das sind die Dinger, die wir nicht benutzen dürfen“.