Deutscher Buchhandel will ACTA 2.0

Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat sich zu ACTA geäußert – natürlich nicht gerade erfreulich, der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins Alexander Skipis schreibt:

Mit der Ablehnung von ACTA setzt das EU-Parlament – wie auch schon zuvor die Bundesregierung – ein sehr gefährliches Zeichen. Die Entwicklung kultureller Inhalte ist gefährdet, weil die Bekämpfung von planmäßigen Urheberrechtsverletzungen damit einen Rückschlag erlitten hat.

Was für ein Mist. Kultur entsteht oftmals erst durch Urheberrechtsverletzungen – man denke an die Remix-Kultur der Mashups oder an Memes. Mit ACTA wäre eine Strafverfolgung von Urheberrechtsverletzungen auch nicht einfacher geworden als sie es jetzt ist.

Es folgt offensichtliches Piratenpartei-Bashing und eine „die Politik muss was tun“-Phrase:

Auch wenn vordergründig die Position derjenigen bestätigt wird, die das Urheberrecht geschwächt sehen wollen, ist es umso wichtiger, gemeinsam mit allen Beteiligten weiterzudenken, damit der Schutz des geistigen Eigentums gewährleistet bleibt – als Voraussetzung für ein vielfältiges und hochwertiges kulturelles Angebot. Vor allem die Politik steht hier in der Verantwortung.

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