Megaupload.com offline genommen *UPDATE 8*

Na das ist ja wirklich super: Einen Tag nach dem SOPA-Protest hat das FBI Megaupload.com zugemacht. Gleichzeitig wird bekannt, dass nicht Gründer Kimble sondern der HipHop-Produzent Swizz Beatz CEO von Megaupload sein soll.

FBI gegen Kimble, da kann es auch nur Gewinner geben. Popcorn für alle! :-)

UPDATE: Pressemitteilung vom FBI dazu.

UPDATE 2: Hier ist die Anklageschrift. (via Fefe)

UPDATE 3: Schaut mal bei Torrentfreak die Nummernschilder der Autos an, die das FBI beschlagnahmt hat. :-)

UPDATE 4: War ja irgendwie klar, dass Anonymous jetzt nichts besseres zu tun hat als Behördenseiten und Seiten der Plattenlabels zu dossen. das ganze nennen sie #OpMegaUpload. m(

UPDATE 5: Autsch, die Piratenpartei vergleicht Megaupload mit The Pirate Bay. m( Weshalb der Vergleich hinkt, hat @andreasdotorg schön zusammengefasst.

UPDATE 6: Haha, es gibt Fotos wie die Polizei die Autos beschlagnahmt, super! MAFIA, POLICE, STONED, HACKER, CEO – wirklich tolle Nummernschilder hat sich Kimble da besorgt. Schön ist auch der Kontrast, diese teuren schicken Wagen auf uralten Abschleppwagen zu sehen. :-)

UPDATE 7: Bwahahahaha, Kimble hat sich bei der Stürmung seiner Villa in einen Panikraum eingeschlossen, die Polizei musste diesen dann aufschneiden. Mich erinnert das spontan an diese Festnahme eines Mafia-Bosses.

UPDATE 8: Fefe hat übrigens noch eine kurze Erklärung, warum man nicht auf Kimbles Seite sein sollte. Schade dass die Piraten das Memo nicht bekommen haben. Wer am Wochenende Langeweile haben sollte, kann sich ja mal mit ausreichendem Popcorn die KIMBLE.txt reinziehen. Da sind auch Schlagabtausche zwischen Kimble und Fefe dabei, wirklich göttlich. :-)

Links

Ich fange jetzt auch mal an Links zu verbloggen, für die sich ein eigener Blogpost nicht lohnt. Macht ja irgendwie jeder, damit man die Sachen wiederfindet, die in Facebook, Google+ und Twitter gnadenlos im Timeline-Stream untergehen.

Die erste Version vom 28C3-Fahrplan ist draußen und mit ihm das Motto: „Behind Enemy Lines“. Juhu! Ich werde dieses Jahr aber wieder nicht da sein sondern auf meiner Festplatte Platz für die Recordings machen.
Jemand von der Spackeria ranted gegen den CCC, weil es keinen Spackeria-Vortrag gibt.
CDU/CSU und FDP haben die Visa-Warndatei beschlossen, Visa-Antragsteller werden somit automatisch mit einer Antiterrordatei abgeglichen. Der Bundestag hat es auch abgesegnet, fehlt nur noch der Bundesrat. So sehr verteidigt die FDP also die Bürgerrechte.
CDU-Familienministerin Kristina Schröder verdreht eine Studie, die Wissenschaftler der Studie werfen ihr „islamophobe Tendenzen“ vor.
Erstes Gerichtsverfahren zu Kino.to: Der Webdesigner ist zu 2,5 Jahren Haftstrafe verurteilt worden.
#0zapftis gibt es auf Google+, aber (gefühlt) nicht mehr in den Medien.
@monoxyd hat ein Interview mit einem Anonymous-Typ republiziert.
Max und mspro reden wieder miteinander. Jedenfalls solange, bis mspro eine Google+ Page für WMR anlegen wird.
Amazon hat einen Adventskalender mit täglich wechselnden tollen Angeboten, also am Besten den Link direkt bookmarken.
Ey Lou Flynn vertickt sein CC-Album in verschiedenen Weihnachtseditions. Kauft euch welche, schon alleine damit er mit dem Jammern aufhört. ;-)

Anonymous leitet GEMA-Seite um [2. UPDATE]

Wie der Scytale twittert, wurde die Seite der GEMA kurzzeitig auf eine pastehtml.com-Seite umgelenkt, die einen Screenshot der GEMA-Seite und darüber folgendes Bild zeigte:

Leider ist diese Seite (nicht nur) in Deutschland nicht verfügbar, da sie auf ein Unternehmen verweisen könnte, für das Anonymous die erforderlichen Freiheitsrechte nicht eingeräumt hat. Das tut uns leid. Nicht!

Schöne Aktion von Anonymous, auch wenn das im Endeffekt wohl wenig bringt. :-)

UPDATE: Der (oder die?) Hacker berichtet auf Twitter, dass die Seite nun schon 5 mal defaced worden sei. Zudem ist die GEMA-Seite wegen Überlastung derzeit nicht erreichbar.

UPDATE 2: Laut Heise haben die GEMA-Techniker die Website offline genommen.

Bank of America sperrt Zahlungen an WikiLeaks

Kaum ist Julian Assange auf freiem Fuß, gibt es auch wieder einen Rückschlag für WikiLeaks: Das größte Kreditinstitut in den USA, die Bank of America, hat gestern verkündet, dass sie sich MasterCard, PayPal und Visa anschließen, weil sie denken, dass WikiLeaks nicht mit ihren AGBs vereinbar sei:

„Bank of America joins in the actions previously announced by MasterCard, PayPal, Visa Europe and others and will not process transactions of any type that we have reason to believe are intended for WikiLeaks,“ the bank said in a statement.

„This decision is based upon our reasonable belief that WikiLeaks may be engaged in activities that are, among other things, inconsistent with our internal policies for processing payments.“

Aus dem Grund wollen sie jetzt Zahlungen an WikiLeaks nicht mehr bearbeiten. Das heißt im Klartext: Wer versucht, Geld auf die WikiLeaks-Konten zu überweisen, dem wird die Überweisung verweigert.

Unglaublich! Ich dachte ja schon, dass das bei der 3sat-WikiLeaks-Runde ein schlechter Scherz mit der E-Mail war. (Darin schrieb ein reicherer Amerikaner an eine befreundete 3sat-Mitarbeiterin, dass er eine Spende an WikiLeaks überweisen wollte und danach plötzlich keinen Zugriff mehr auf seine Konten hatte. Das Kreditinstitut wurde jedoch nicht genannt.)

Allerdings gibt es Gerüchte, dass die Bank of America ohnehin demnächst fällig ist:

Speculation erupted last month that Charlotte-based Bank of America could be WikiLeaks‘ next target. Assange told Forbes magazine that he planned to release information on a major bank early next year. In a 2009 interview, he said he had possession of a Bank of America executive’s hard drive, but the bank has said it has „no evidence“ that is the case.

Ich hoffe, dass das zutrifft. Das würde weitaus besser sein, als wenn Anonymous jetzt deren Seiten dosst, womit zu rechnen ist.