VDS: Nicht zur Vorbeugung

Kommentar von Reinald Becker (SWR) zur Vorratsdatenspeicherung:

[…] Verhindern kann die Vorratsdatenspeicherung Terroranschläge, wie beispielsweise auf die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo, nicht. Die Datenspeicherung ist ein sinnvolles Hilfsmittel bei der Vorbeugung und der Aufklärung von Anschlägen und schweren Verbrechen, nicht mehr und nicht weniger. […]

Erst sagt er, die Vorratsdatenspeicherung (VDS) ist in der Prävention sinnlos, um sich dann im Satz darauf selbst zu widersprechen. Merkt Becker eigentlich, was für einen Stuss er da erzählt? m)

Snowden im ARD Text

Huch, was ist denn im ARD Text auf Seite 832 los?

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Nein, kein Hack: Edward Snowden ist Teil der „Gesichter des Jahres“, wie man im ARD Text auf Seite 830 lesen kann. Weitere Personen sind unter anderem Angela Merkel, John F. Kennedy und Marcel Reich-Ranicki. Schöne Aktion, liebe ARD.

(via @Maltis / Screenshot: ard-text.de)

Mindestlohn im Praxistest

Zugegeben: Von Morgenmagazinen im Allgemeinen und vom „moma“ im Speziellen erwarte ich nicht gerade Qualitätsjournalismus. Trotzdem ist der Beitrag „Mindestlohn im Praxistest“, der am 19. November ausgestrahlt wurde („ARD-Woche“), doch sehr bemerkenswert.

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Das fängt schon mit der Auswahl der Stadt an, in die sich „moma-Reporterin“ Susann Reichenbach (MDR) begibt: Halle an der Saale, „eine Stadt zwischen prunkvollem Marktplatz und sozialistischem Plattenbauten“ (O-Ton Reichenbach aus dem Off). Dabei sagen selbst Mindestlohn-Befürworter wie der Wirtschaftswissenschaftler Joachim Möller, dass ein Mindestlohn in Ost-Deutschland wegen geringerer Produktivität weniger sein müsste als in West-Deutschland.
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Zitate aus der Beckmann-Sendung über PRISM

Ich schaue so gut wie nie Talkshows, aber die letzte Beckmann-Sendung „Der gläserne Bürger – ausgespäht und ausgeliefert?“ habe ich mir in der Mediathek angesehen (welche Idioten produzieren eigentlich Einspieler, die „aus rechtlichen Gründen“ online nur Audio-only sind?! Im Jahre 2013, wo nahezu jede Fernsehsendung mindestens zeitweise online gestellt wird?! Boar!).

Der Talk ist okay, Constanze Kurz kommt leider nur wenig zu Wort, dafür reden Frank Schirrmacher und Hans Leyendecker recht viel. Auch gab es in der Runde den Konsens, dass Snowden mehr oder weniger ein Held sei und über Gegen-Argumente wie „Ich hab doch nichts zu verbergen“ wurde gar nicht geredet. Spannend war die Sendung also nicht, trotzdem bin ich ganz froh, dass kein Politiker da war.

Fefe schrieb über die Sendung, sie sei „eine Goldgrube an schönen Zitaten“. Damit hat er recht. Und damit wir diese Zitate auch über die Depublizierung hinaus parat haben, habe ich hier mal einige notiert. Jeder Absatz ein Zitat. Viel Spaß.
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Film-Tipps: Im Netz / Einfach die Wahrheit / Homevideo

Draußen liegt Schnee und es steht ein langes Osterwochenende bevor. Was gäbe es besseres, als ein paar tolle Filme anzusehen? Ich hab kürzlich drei ARD-Filme gesehen, die ich hier empfehlen möchte.

Im Netz (bis 3. April in der ARD-Mediathek)
Inhalt: Die erfolgreiche Unternehmensberaterin Juliane Schubert wird von einem Sondereinsatzkommando aus dem Schlaf gerissen und muss 48 Stunden in Untersuchungshaft verbringen. Wie sich herausstellt, hat ein Fremder ihre Identität genutzt und damit unter anderem terrorverdächtige Materialien bestellt. Nun wird sie überwacht, der Verfassungsschutz sucht den Täter – und verdächtigt auch sie.

Fazit: Guter Thriller, der die Folgen eines Identitätsdiebstahls zeigt. Während sich die Ermittlungen am Anfang hinziehen, zieht das Tempo zum Ende hin an. Leider ist das Ende mit einem durchbrennenden Ermittler auch etwas unrealistisch.
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