ARD radiofeature über V-Männer

Nettes ARD radiofeature: „Genosse Quelle, Kamerad V-Mann“. Es geht um V-Männer, in erster Linie generell, aber es werden auch einzelne V-Männer wie Peter Urbach beleuchtet. Es gibt zwar nicht viel neues, dafür so tolle Dinge wie dieses Zitat von Clemens Binninger:

V-Leute sind keine Beschäftigte oder gar Beamte des Staates. V-Leute sind Teil einer kriminellen Szene oder einer extremistischen Szene, und sie werden dadurch nicht in ihren Ansichten geläutert, dass sie bereit sind, für Geld mit den Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten.

Das kann man so stehen lassen. Binninger sagt in dem Feature auch noch, dass V-Männer eigentlich keine Aussteiger sein können, weil sie bei der Ablehnung dieser Gesinnungen schlecht schauspielern können um an brauchbare Informationen heranzukommen. Das klingt einleuchtend.

Später kommt dann, dass solchen V-Männern 1.000 € monatlich an Lohn angeboten wird, natürlich steuerfrei. Kein Wunder, dass es dann so viele Falschinformationen gibt, schließlich müssen V-Männer liefern damit diese Finanzierung nicht wegbricht.

Lustig am Rande noch: Günther Beckstein wollte dem Autor kein Interview geben. Hört selbst, was der mit V-Männern zu tun hat (Stichwort: Martin Wiese).

MP3-Mitschnitt (49 MB)
PDF-Manuskript

Radio-Feature über Stuttgart 21: Abstellgleis für alle

Die ARD hat ein tolles Radio-Feature über Stuttgart 21 gemacht. Dafür hat sich der Autor Wilm Hüffer vom SWR aber nicht mit den Gegnern getroffen, sondern mal nach sachlichen Gründen gegen das Projekt gesucht – und die gibt es in dem Feature zu hören.

Da erklärt Anton Hofreiter vom Bundesverkehrsausschuss beispielsweise, dass sich die Bahn lieber um weitaus wichtigere Infrastruktur-Probleme kümmern sollte statt um Stuttgart 21. Der Direktor vom Schweizer Bundesamt für Verkehrswesen, Peter Füglistaler, skizziert, weshalb Stuttgart 21 in einigen Jahren zum Problem für die Güterstrecke zwischen Deutschland und Italien werden kann.

Weitere interessante Details kommen von Michael Holzhey sowie internen Dokumenten, die vorgelesen werden. Auch der Projektsprecher von Stuttgart 21, Wolfgang Dietrich, sowie sein Vorgänger Wolfgang Drexler kommen zu Wort.

Hier gibt es das 53minütige Feature als Podcast und Manuskript.