Wegwerf-Produkte

Doku-Tipp: „Kaufen für die Müllhalde“ (YouTube), ein ca. 75 Minuten langer ARTE-Film von 2010 über die „geplante Obsoleszenz“. Hersteller bauen in Produkten nämlich eine vorgebene Lebensdauer ein, damit der Verkauf gesteigert wird. Egal ob Glühlampen (Phoebuskartell), Autos, Strumpfhosen, Drucker, iPod-Akkus: Alles ist auf eine vom Hersteller vorgegebene Lebensdauer beschränkt, der dadurch produzierte Schrott wird in die Dritte-Welt-Länder (getarnt als Gebrauchtwaren) verschifft.

Ein Anhaltspunkt, wie lange etwas hält, ist die Gewährleistung. Bei den üblichen 3-Jahre-Garantie-Produkten kann es also sein, dass diese nach 3,5 Jahren kaputt gehen, weil der Hersteller es möchte und nicht, weil das Produkt nicht auch noch länger halten könnte. Drucker kann man mit einem Reset austricksen, die iPod-Jünger haben es da mit Drittanbieter-Akkus schwieriger.

Doku: Hans Zimmer – Der Sound für Hollywood

Wem der Name Hans Zimmer (ein Namensvetter, hihi) nichts sagt, der guckt entweder wenig Filme oder hat sich noch nie für die Filmmusik interessiert. Hans Zimmer ist nämlich derzeit das Filmmusik-Genie schlechthin, er hat u.a. die Musik zu den Filmen „Der König der Löwen“, „Fluch der Karibik“, „Madagascar“, „Simpsons – Der Film“, „Batman – The Dark Knight“, „Inception“ und vielen weiteren gemacht.

ARTE hat jetzt eine schöne 52minütige NDR-Dokumentation über Hans Zimmer:

http://www.youtube.com/watch?v=vrmpA0xNLU8

Hans Zimmer

Jeder kennt die charakteristischen Panflöten-Motive, wenn Tom Cruise und Dustin Hoffman in „Rain Man“ gemeinsam eine Allee herunter schreiten. Die Musik für diesen Kinohit machte den Komponisten Hans Zimmer in Hollywood bekannt. Prompt wurde er für einen Oscar nominiert. Angetrieben von seiner grenzenlosen Leidenschaft für die Musik und seiner Freude am Experimentieren, komponierte Hans Zimmer die Filmmusiken zu „The Dark Knight“, „Gladiator“, „Black Hawk Down“, „Der schmale Grat“, „König der Löwen“, „Inception“ und viele mehr. Dabei hat er nie eine klassische musikalische Ausbildung genossen.
Aufgewachsen in den 60er Jahren in einer kleinen Stadt im Taunus, experimentiert Hans Zimmer schon als Kind mit Musik und Klängen. Sein Freiheitsdrang führt dazu, dass er in verschiedenen Schulen immer wieder aneckt und ihn seine Mutter mit 15 Jahren auf ein Internat nach England schickt, das ein weniger autoritäres Erziehungskonzept vertritt. Dort bekommt Hans Zimmer die Möglichkeit, sein musikalisches Talent frei zu entfalten. Im London der 70er und 80er Jahre hat er als Synthesizerprogrammierer und Popmusiker mit der Band The Buggles und dem Hit „Video Killed the Radio Star“ seinen ersten großen Erfolg. Der Komponist Stanley Myers bringt ihn schließlich dazu, Filmmusik zu schreiben.
Seit seinem Erfolg mit der Musik zu „Rain Man“ lebt Hans Zimmer in Los Angeles. Sein Lebensmittelpunkt ist sein Studio: ein fensterloser Raum, eine Art Höhle in einem inzwischen millionenschweren Hollywood-Zulieferbetrieb. Hier experimentiert Zimmer mit seinen Musikern, erarbeitet Melodien und Suiten. Hier spielt sich der Hauptteil seines Lebens ab, seine Kämpfe mit sich und den anderen um Kunst im Kommerzbetrieb Hollywood.

(In der ARTE-Mediathek ist der Film übrigens „derzeit nicht verfügbar“. Zum Glück gibt es YouTube.)