360 Grad Prypjat

Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, flog das Kernkraftwerk in Tschernobyl hoch. Aus diesem Anlass hat der WDR ein 360 Grad Video von der nun verlassenen Stadt Prypjat gedreht. Neben ein paar Drohnen-Aufnahmen werden auch ehemalige Bewohner in den verlassenen Gebäuden gezeigt, die aus dem Off von den Tagen damals berichten.

Mittels der Maus kann man in dem Video das Bild in verschiedene Blickwinkel drehen, einfach auf eine Stelle klicken und in die Richtung drehen, die man sehen möchte.

(Direktlink)

Das ganze ist nichts weltbewegendes, aber durchaus interessant, falls man nicht schon zig Tschernobyl-Bilder gesehen hat. Spannender wäre es natürlich, wenn sie noch mehr solcher Videos zum Beispiel auch in dem Reaktorgebäude gemacht hätten, um dort selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Das dürfte aufgrund der heute noch hohen Strahlung aber nicht so einfach sein.

Beim WDR gibt es noch ein Making-of, wo sie erklären, wie sie das gedreht haben – mit GoPros und Halterungen aus einem 3D-Drucker. Die Sondersendung von Quarks & Co. zu Tschernobyl kommt am Dienstag im WDR und ist auch schon online.

Zahlen zur Energiewende

Die RP hat ein paar spannende Zahlen zur Energiewende:

  • 80 Gigawattstunden Strom benötigt Deutschland an Wintertagen.
  • 30-40 Gigawattstunden Strom werden an Pfingstmontag gebraucht.
  • 35 Gigawattstunden Strom können die Solaranlagen in Deutschland an einem sonnigen Tag liefern.
  • 5 Gigawattstunden Strom und mehr können die Windkrafträder produzieren.
  • 10 Gigawattstunden Strom schaffen die Biomasse-Anlagen und Wasserwerke.

Ich finde diese Zahlen erstmal ziemlich erstaunlich, denn wir stehen ja noch ziemlich am Anfang der Energiewende und können trotzdem schon so viel Strom mit erneuerbaren Energien abdecken. Gleichzeit bringt das aber auch noch einige Probleme mit sich, zum Beispiel, dass wir eine Überproduktion an Tagen wie Pfingstmontag haben.

Schön ist, dass sich auch der Bau neuer Kraftwerke nicht mehr wirklich lohnt, weil erneuerbare Energien vorrangig in das Stromnetz eingespeist werden müssen. Die Wirtschaft hätte natürlich gerne, dass der Steuerzahler „Hilfe“ leistet – und die SPD diskutiert das ernsthaft. Nachdem sie schon versucht haben, uns ihre Atomruinen aufzudrängen. m(

Atomstrom teurer als erneuerbare Energien

Captain Obvious hat wieder zugeschlagen: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in einer Studie festgestellt, dass Atomstrom teurer ist als die erneuerbaren Energien (Cache).

Zu erneuerbaren Energien:

Eigentlich sei es so, dass „die Kosten für die erneuerbaren Energien sinken“, erklärt Claudia Kemfert, Leiterin der DIW-Abteilung Energie.

Wegen dem Lernkurveneffekt und dem Skaleneffekt. Auf deutsch: Weil die Entwicklung sowie die wachsende Produktion dazu führt, dass die Produkte billiger werden. .

Zum Atomstrom:
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Links 14

REUTERS: Starbucks stößt Steuerzahlern bitter auf (Cache)
Seit die Kaffeekette Starbucks 2002 in Deutschland Filialen eröffnet hat, hat sie jedes Jahr keine Steuern in Deutschland gezahlt – und das ganz legal. Wegen Lizenzgebühren, die Starbucks an einen Sitz in Holland zahlt, macht die Kette offiziell Verluste und muss somit keine Steuern abführen. Raffiniertes Geschäftsmodell.

wauland.de: Gemeinnützigkeit der Wau Holland Stiftung (Cache)
Weil die Wau Holland Stiftung im Jahr 2010 nur mündliche Absprachen mit WikiLeaks getroffen hat und diese erst Ende 2010 schriftlich in einem Vertrag festgehalten wurden, hat das Finanzamt Hamburg der Stiftung die Gemeinnützigkeit für das Jahr 2010 abgesprochen. Für die darauffolgenden Jahre ist die Stiftung wieder gemeinnützig.
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Der Castor rollt wieder

Heute gegen 16 Uhr ist der Castor-Transport in Frankreich gestartet. Auf castorticker.de gibt es aktuelle Infos, diesmal wurde sogar aufgerüstet und es gibt Extras wie eine Mobile-Version, Feeds, SMS-Benachrichtigung, Telefon-Bandansage und mehr.

Das Ziel des Castor-Transportes ist die Lagerhalle in Gorleben, deren Strahlen-Grenzwerte laut Greenpeace noch bis Ende des Jahres überschritten sein werden, selbst ohne die neuen Castoren.

UPDATE: Die taz hat auch wieder einen Castor-Ticker über die Proteste.