Bank of America sperrt Zahlungen an WikiLeaks

Kaum ist Julian Assange auf freiem Fuß, gibt es auch wieder einen Rückschlag für WikiLeaks: Das größte Kreditinstitut in den USA, die Bank of America, hat gestern verkündet, dass sie sich MasterCard, PayPal und Visa anschließen, weil sie denken, dass WikiLeaks nicht mit ihren AGBs vereinbar sei:

„Bank of America joins in the actions previously announced by MasterCard, PayPal, Visa Europe and others and will not process transactions of any type that we have reason to believe are intended for WikiLeaks,“ the bank said in a statement.

„This decision is based upon our reasonable belief that WikiLeaks may be engaged in activities that are, among other things, inconsistent with our internal policies for processing payments.“

Aus dem Grund wollen sie jetzt Zahlungen an WikiLeaks nicht mehr bearbeiten. Das heißt im Klartext: Wer versucht, Geld auf die WikiLeaks-Konten zu überweisen, dem wird die Überweisung verweigert.

Unglaublich! Ich dachte ja schon, dass das bei der 3sat-WikiLeaks-Runde ein schlechter Scherz mit der E-Mail war. (Darin schrieb ein reicherer Amerikaner an eine befreundete 3sat-Mitarbeiterin, dass er eine Spende an WikiLeaks überweisen wollte und danach plötzlich keinen Zugriff mehr auf seine Konten hatte. Das Kreditinstitut wurde jedoch nicht genannt.)

Allerdings gibt es Gerüchte, dass die Bank of America ohnehin demnächst fällig ist:

Speculation erupted last month that Charlotte-based Bank of America could be WikiLeaks‘ next target. Assange told Forbes magazine that he planned to release information on a major bank early next year. In a 2009 interview, he said he had possession of a Bank of America executive’s hard drive, but the bank has said it has „no evidence“ that is the case.

Ich hoffe, dass das zutrifft. Das würde weitaus besser sein, als wenn Anonymous jetzt deren Seiten dosst, womit zu rechnen ist.