„Sakrileg – The Da Vinci Code“ heute kostenlos als E-Book

Tolle Aktion: Am 14. Mai wird „Inferno“ von Bestseller-Autor Dan Brown veröffentlicht. Um darauf aufmerksam zu machen, hat der Bastei Lübbe Verlag Browns „Sakrileg – The Da Vinci Code“ heute kostenlos als E-Book freigegeben. Erhältlich ist der Verschwörungs-Thriller mit über 600 Seiten bei Amazon.de, bei buch.de, bei ebook.de, bei iTunes und im Sony Reader Store.

Nach dem eigentlichen Roman gibt es noch ein paar Seiten Leseprobe aus „Inferno“, denn natürlich soll mit der Gratis-Aktion das neue Buch von Dan Brown schmackhaft gemacht werden. Aber damit kann man ja leben.

(via)

„In den USA wäre ich steinreich“

Gerade drüben gebloggt, dass der Tagesspiegel eine Homestory über den John Sinclair-Autor Helmut Rellergerd alias Jason Dark gemacht hat. In der Story heißt es:

Umgekehrt hängt aber auch Rellergerd an seinem Helden fest. Er ist sein Lebenswerk, sichert ihm sein Einkommen. Allerdings: Der Heftchenverlag Bastei Lübbe zahlt pauschal, Rellergerd ist nicht an den Verkäufen beteiligt. Und die sind gigantisch: Insgesamt wurden von Rellergerds Reihe 400 Millionen Hefte verkauft. „In den USA wäre ich steinreich“, sagt er hinter seiner Schreibmaschine sitzend, „wie Stephen King“.

John Sinclair gibt es seit 40 Jahren, wie in der Homestory beschrieben sitzt Rellergerd noch heute mit seinen 68 Jahren Tag für Tag (auch am Wochenende) von morgens bis mittags vor der Schreibmaschine und schreibt neue Geschichten (Computer mag er nicht so). Ein Teil der Geschichten werden auch als Hörspiele umgesetzt.

Weiter unten steht, Rellergerd sei zufrieden. Er empfindet aber wenig Wertschätzung vom Verlag, weil Bastei Lübbe die Marke ausschlachte – konkret wird sich auf die Fernsehserie bezogen, die er nicht gut fand. Ob er bei dieser Lizenzabgabe wenigstens beteiligt wurde? Ich vermute nicht.

Dieses Beispiel lässt die ganzen Aufrufe in der Urheberrechtsdiskussion im letzten Jahr in einer noch größeren Farce erscheinen als ohnehin. Solche Fälle sollten wir uns fürs nächste Mal merken, wenn wieder mal eine „Wir sind die Urheber!“-Aktion gestartet werden sollte.