BASTA: Vergütungsgesellschaft ad absurdum [UPDATE]

Yeah, BASTA hat wieder zugeschlagen. Ihr erinnert euch sicherlich an die Aktion vor dem Callcenter und an die geniale Aktion zu Call-In-TV. Jetzt haben die belgischen Jungs wieder was geniales gemacht: Sie haben sich SABAM vorgenommen, das ist die belgische Verwertungsgesellschaft – also das, was bei uns die GEMA ist.

Die haben z.B. aufgrund der Sabam-Werbung, dass man außerhalb der eigenen Familie keine Musik unentgeltlich vorführen darf, einen Tramper im Auto mitgenommen und dann das Radio angemacht. Zack – hier müsste eigentlich Geld an SABAM gezahlt werden. Und daher rufen die dann mal bei SABAM per Handy an und fragen, was sie denn nun zahlen müssen. :-)

Wirklich mal wieder gut gemacht und ich plädiere weiter dafür: Sowas brauchen wir für Deutschland! Eine Gruppe, die mit absurden Aktionen darauf aufmerksam macht, wie absurd einige Regelungen sind und das sie dringenst überarbeitet werden müssen.

Die Show gibt es hier zu sehen, leider in Teile aufgesplittet und nur auf niederländisch, dennoch kann man der Show gut folgen. Ansonsten hat Torrentfreak auch noch einen englischen Text darüber.

(via Fefe)

UPDATE: Genial, in Teil 5 zeigen sie, wie sie zuerst bei SABAM anrufen und nach der Künstlerin „Kimberly Clark“ fragen. In Wirklichkeit ist Kimberly Clark aber eine Hygiene-Firma, doch SABAM sagt denen, die sollen eine Liste mit Musiktiteln schicken die sie abgespielt hätten. BASTA erfindet also einige Titel („Hot breeze“, „Show me your hands“, „I wanna blow you dry“ …) und schickt die Playlist an SABAM, die Antwort fünf Tage später: 127,7 Euro soll BASTA zahlen, auf dem Schreiben steht dass die eingereichte Liste zu 100% geschützte Werke enthält.

Dann sind die in einen Supermarkt gegangen, haben sich diverse Produkte geschnappt und dort ebenfalls vom Handy aus bei SABAM angerufen und gefragt, wie viel das Aufführen dieser fiktiven „Musikstücke“ kosten würde. Am Ende wären somit über 500 Euro durch nicht-existierende Künstler zusammengekommen.

Da kann man sich jetzt natürlich fragen, ob SABAM nicht überprüft hat, ob es die Künstler wirklich gibt und ob sie von SABAM vertreten werden oder ob SABAM bewusst abzocken wollte. Ich hoffe, dass die GEMA da weitaus besser recherchiert. Ich sagte ja schon: Wir brauchen so eine BASTA-Gruppe in Deutschland… :-)

Inside Call-In-TV

Die belgische Satire-Show „BASTA“ hat ein halbes Jahr lang einen Schauspieler in eine Call-In-TV-Produktion eingeschleust und sich von ihm mit Insiderwissen versorgen lassen. Anfang Januar ließ BASTA die Bombe platzen – nach der Ausstrahlung kündigten die betroffenen Fernsehsender an, die Anrufquizsendungen einzustellen.

Die Dokumentation gibt es hier im Original und dank CITV.nl jetzt auch in deutscher Synchronisation:

(Direkt-BASTA)

Falls euch die Typen von „BASTA“ bekannt vorkommen: Das sind auch die, die sich in einen Container einfach mal vor eine Telco gesetzt haben und dort drei Stunden lang Hotline gespielt haben. Langsam mag ich die Jungs, kann die Serie übersetzt nicht auch in Deutschland laufen? :-)

Call-Center Horror

Genial: Eine Comedygruppe hat einfach mal einen Container vor einem belgischen Call-Center gestellt, in dem die Comedygruppe selbst drin sitzt und den Securitymann zur Verzweifelung bringt, weil die dort ein Call-Center nachspielen. Inklusive Weiterleitung ohne dass der Kollege weiß worum es geht, das dann mehrere mal. Mit der Aktion haben die dann über 3 Stunden lang den Parkplatz für 2.000 Angestellte versperrt. :-)

(YouTube)

(via Fefe)