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FAZ-Blogs: Frau Guttenbergs Nichten: Wie man den Feminismus und den Netzdiskurs ruiniert
Don Alphonso hat den Krawall-Feminismus im Netz mal aufgeschrieben. Guter Text, lediglich Critical Whiteness hat er vergessen.

Telepolis: Schünemann und Althusmann abgewählt
Die Niedersachsen-Wahl hatte auch seine gute Seite, denn IM (Innenminister, natürlich) Schünemann ist nicht mehr im Landtag. In dem Nachruf sind nochmal alle seine Absurditäten zusammengetragen.
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Keiner will auf die Hauptschule

In NRW gibt es kaum noch Anmeldungen an Hauptschulen. Das ist wenig verwunderlich, denn mittlerweile hat es sich überall rumgesprochen, dass Hauptschüler beruflich kaum noch Chancen haben und auch gesellschaftlich kein gutes Ansehen genießen.

Das hat die Industrie ja hervorragend hinbekommen. Bloß was macht die Industrie, wenn es keine Elite mehr gibt?

Westerwelle: Arbeiten und Elite fördern

Autsch, die FDP ist ja noch brauner als bislang angenommen. Eine heutige DPA-Meldung:

Die Politik muss sich nach Meinung von FDP-Chef Guido Westerwelle mehr um die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit kümmern. Es gebe keine bessere Politik gegen Extremismus in der Gesellschaft als dafür zu sorgen, dass Menschen, die Arbeit oder Ausbildung suchen, Arbeit und Ausbildung auch wirklich sehen. Das sagte Westerwelle beim Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen FDP in Düsseldorf.

Wow. Arbeiten, damit die Leute nicht zu Links- oder Rechtsextremen werden. Das kennen wir doch: Bloß die Bevölkerung beschäftigen, damit sie sich nicht informiert und nicht auf die Straße geht, wie es bei „Stuttgart 21“ und den Castor-Transporten der Fall ist. Im Grunde ist das natürlich auch eine tolle Forderung der Wirtschaft, dass die Leute gefälligst alle Arbeiten anstatt Freizeit zu haben (natürlich zu Niedriglöhnen). Zudem unterstellt Westerwelle damit auch, dass sich alle Bürger grundsätzlich in eine extreme Richtung entwickeln, was absoluter Quatsch ist.

Pikant ist auch der letzte Satz der DPA-Meldung:

Neben der Breitenförderung müsse sich die Gesellschaft demnach aber auch um die Spitze kümmern und Eliten fördern.

Ja, die Elite muss gefördert werden. Doch was ist mit der nicht-Elite, im Volksmund auch Hauptschüler genannt? Die „Breitenförderung“ bezieht sich auf die Ausbildungs- und Arbeitsstellen, aber nicht darauf, dass Schüler mit speziellen Fähigkeiten auch in der Schule speziell gefördert werden. Hierzu empfehle ich auch die gute „Panorama“-Reportage „Das Märchen vom sozialen Aufstieg“ von Anja Reschke.

Ich mache auch nochmal auf die Extra 3-Aktion aufmerksam: Öffentlich für FDP-Wahl entschuldigen und Extra 3-T-Shirt gewinnen.