Datums-Trollerei

Da hat der Postillon den Lesern aber einen tollen Streich gespielt: Nachdem bekannt wurde, dass Ronald Pofalla wohl zur Deutschen Bahn gehen wird (nach Eckart von Klaeden der nächste Lobbyismus-Skandal der CDU), hat der Postillon ebenfalls eine solche Meldung online gestellt. Und dann auch noch rückdatiert, sodass es aussieht, als wären alle Medien auf den Postillon reingefallen.

Indizien für die Rückdatierung gibt es genug, doch trotzdem glauben einige, dass die Meldung zuerst vom Postillon kam. Dabei ist es auch gar nicht so schwer, diese Inszenierung zu machen und aufrecht zu erhalten.
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Datenspuren im Internet

Die c’t hat etwas tolles gemacht:

Für diesen Artikel haben wir beispielhaft das Profil einer realen Person erstellt, indem wir frei verfügbare Informationen im Internet suchten und verknüpften. Als Protagonisten wählten wir einen Mitarbeiter eines Internet-Unternehmens. Der hatte damit zunächst kein Problem – bis er den fertigen Artikel sah. Dann bekam er kalte Füße.

Die haben also Twitter, Facebook und Co. mal nach dem Typen durchsucht und dabei einiges ans Tageslicht gebracht, hinterher verbot er den Redakteuren die Angaben zu Veröffentlichen. Daher haben die das nun anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf die Person möglich ist.

Mein Highlight in dem Bericht:

Ansehen konnten wir uns das Haus aus der Vogelflugperspektive bei Bing, in Google Street View ist es verpixelt.

Microsoft ist nicht so freundlich wie Google, eine Verpixelungsmöglichkeit anzubieten – aber die Medien haben im Sommer nur auf Google eingedroschen. Willkommen zurück in der Realität.

Der Bericht geht so weiter, einfach mal durchlesen. Eine schöne Veranschaulichung, wie leichtgläubig manche Leute mit ihren persönlichen Daten umgehen.