WordPress entfernt Blogroll – Änderungen und Alternativen

Wenn es eine Sache gibt, die sinnvoll und gleichzeitig nicht sinnvoll ist, dürfte es die Blogroll sein. Sinnvoll, weil man dort andere Blogs eintragen kann, die man gerne liest. Nicht sinnvoll, weil es etliche Blogs gibt die eine unendlich lange Blogroll haben. Fernab dessen gibt es natürlich auch noch die Pest unter den Blogrolls: Bezahlte Links, die nicht als solche gekennzeichnet sind (also Schleichwerbung).

WordPress will die Blogroll jetzt rausschmeißen, ab Version 3.5 ist im Backend der Links Manager nicht mehr enthalten. Ein offizielles Statement gibt es wohl nicht, aber man liest, dass Blogrolls als „old-fashioned“ abgetan werden. Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn ich selbst schaue bei fremden Blogs auch gerne mal auf die Blogroll, welche Sachen dort empfohlen werden.
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law blog und ARAG

Udo Vetter schreibt in der Ankündigung seiner „Kooperation“ mit der ARAG:

Experten der ARAG werden eigene, extra für das law blog konzipierte Beiträge zu aktuellen Urteilen und rechtlichen Themen veröffentlichen.

Der erste ARAG-Beitrag ist ähnlich auch auf der ARAG-Seite und als Pressemitteilung zu finden, er wurde lediglich etwas umgeschrieben.

Wenn sich schon von Beginn an keiner an die Spielregeln hält, brauchen wir nicht mehr über Glaubwürdigkeit zu reden. Von anderen ARAG-Geschichten ganz zu schweigen. Schade, das war ein Schuss in den Ofen.

Blog: Neu, neu, neu!

Ich habe gestern die Kategorien geändert, da ich finde, dass sie zum Blog hier besser passen. Es gibt zwei neue Kategorien:

Aus dem Leben: Alles, was ich so außerhalb vom Internet erlebe. Auch privates kommt dort rein. Und ja, das wird in Zukunft noch etwas mehr werden als bislang.

Serien: Hat nichts mit Fernsehserien zu tun, sondern mit Artikelserien. Darunter gibt es zum Beispiel die Unterkategorien Links oder Rezensionen, außerdem werde ich CC-Musik vorstellen (ja, auch dort wird es in Zukunft viel mehr geben als bislang). Halt alles, was es sonst noch einigermaßen regelmäßig hier gibt (bzw. geben wird).

Außerdem sind die bisherigen Schwerpunkte geblieben: Internet, Medien und Politik/Netzpolitik. Daran habe ich immernoch großes Interesse und werde natürlich auch in Zukunft darüber bloggen. Alle anderen Kategorien sind in Tags umgewandelt.

Was noch fehlt ist ein besseres Theme. Ich werde mich aber hüten, mal wieder anzukündigen, dass ich bald™ eines machen werde, weil das am Ende eh nichts wird. Mal sehen, wann ich mal Lust habe da was zu basteln. :-)

#rp12-Nachlese (Teil 1)

Die re:publica 2012-Vorträge sind online und ich will zu einigen ein bisschen was notieren:

„Rockstars und Mimosen – wie die deutsche Blogosphäre veramerikanisiert wird“
Sascha Pallenberg ruft dazu auf, sich mal mit den Medien zu verbünden. Keine schlechte Idee, das Problem dürfte aber eher sein, dass die Medien wenig Interesse daran haben. Gerade die Anstrengungen beim Leistungsschutzrecht zeigen, dass die Medien die Blogger nicht gerade als Freunde haben wollen, sondern am Besten als zahlende Zweitverwerter oder sowas in die Richtung. Ansonsten das übliche Profi-Blogger-werden-Gequatsche.

„Spielregeln für das Netz – sicher publizieren in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken“
Udo Vetter gibt ein Update seines #rp10-Vortrages. Anhand von aktuellen Beispielen zeigt er, wie sehr man im Internet aufpassen muss. Leider ist am Ende keine Zeit mehr für Fragen gewesen, beim nächsten Mal muss die re:publica Udo Vetter mal 1,5 Stunden Zeit einräumen.

„Self-Publishing“
Ein Talk der keiner ist: Die Personen stellen sich vor, was soviel Zeit geraubt hat, dass kaum noch Diskussionszeit war. Eigentlich schade, denn daraus ergeben sich keinerlei neue Erkenntnisse, auch wenn die unterschiedlichen Personen durchaus interessant sind.
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Pay a Blogger Day

Schaut euch das Video an, das sagt eigentlich alles:

Am 29. November, also heute, sollt ihr mal eure Blogger bezahlen. (Ich bin da übrigens nicht so festgelegt, ihr könnt mir gerne öfters und zu jedem Zeitpunkt bezahlen. ;)

Warum liegt klar auf der Hand: Blogger opfern Freizeit, um Content anzubieten. Die Aktion kommt von Flattr, die mit dem Micropayment-System natürlich schon eine Möglichkeit haben, wie man Blogger bezahlen kann. Ich persönlich würde mich aber auch über einen Amazon-Gutschein freuen oder über einen Brief, über dessen Inhalt ich nicht reden darf.* Auch die Amazon-Wunschliste ist prall gefüllt.

Und obwohl ich als Blogger die Aktion natürlich toll finde, frage ich mich, ob es überhaupt noch Grenzen zwischen Bloggern und Nutzern gibt. Nutzer schreiben in langen Kommentaren manchmal mehr als der Blogger im Artikel schreibt. Das Technische, womit sich der Blogger rumschlägt, entfällt bei Bloghostern. Sind wir also nicht eigentlich alle auf einer Ebene?

Das soll euch aber trotzdem nicht abhalten, mal hin und wieder ein paar Euros rüberzuschmeißen. ;) Ich werde dann auch endlich mal was zu meinen Flattr-Einnahmen schreiben, wenn die nächste Abrechnung da ist (also in ca. ein bis zwei Wochen).

* Insider aus der Wrintheit: Briefe, über deren Inhalt nicht geredet wird. Vielleicht ist da Geld drin, vielleicht auch fliegende Elefanten – man weiß es nicht, weil über den Inhalt ja nicht geredet wird.