Den falschen Knopf gedrückt

Blick, die BILD-Zeitung der Schweiz, hat etwas spannendes: In der Schweiz haben Parlamentsabgeordnete der BDP beim E-Voting im Parlament angeblich den falschen Knopf gedrückt (Vorsicht, Blick-Link) und somit verhindert, dass die Bevölkerung per Volksabstimmung darüber entscheidet, ob die Regierung für 4 Milliarden Schweizer Franken (über 3,6 Milliarden €) Kampfjets kauft.

Der Lapsus hat massive Auswirkungen: Hätten die drei BDP-Nationalräte nicht den falschen Knopf erwischt, sähe das Ergebnis nun anders aus: Statt 98 zu 93 Stimmen gegen das Referendum wäre dieses mit 96 zu 95 Stimmen angenommen worden.

Das ist der BDP natürlich peinlich. Allerdings heißt es in dem Artikel auch:

Doch alles sei halb so schlimm, denn die BDP befürworte grundsätzlich den Kauf neuer Kampfflieger, so Hassler.

Insofern kann man das ja nur als schlechte Ausrede ansehen, damit die BDP eine Rechtfertigung für ihre Abstimmung hat. In dem Zusammenhang sei auch darauf hingeweisen, dass am 23. Oktober (also in 21 Tagen) Parlamentswahlen in der Schweiz sind. Da käme es für eine „Bürgerlich-Demokratische Partei“ ja nicht so gut, wenn sie so kurz vor der Wahl genau gegen die Bürger abstimmt.

Wären die wirklich zu dumm, um den richtigen Knopf zu drücken, würden die auch nicht im Parlament sitzen. So etwas ist für die Partei nämlich untragbar, man stelle sich mal vor die würden gegen die eigenen Forderungen stimmen, weil sie den Knopf verwechseln. Die haben einfach nur eine verdammt schlechte Ausrede parat.

(Danke, Piipsi)