1LIVE: Podcasts über den CCC

In den letzten Wochen gab es zwei Podcasts über den Chaos Computer Club (CCC) bei 1LIVE:

Talk mit Klaus Schleisiek: „Komputerfrieks“ machen Chaos
Der CCC ist ja kürzlich 30 Jahre alt geworden und der 41minütige Talk geht über die Geschichte des Clubs und über Klaus Schleisiek, auch bekannt als Tom Twiddlebit, der bei der Gründung des Clubs dabei war und erzählt, was die verbleibenden Gründer derzeit in Bezug auf das CCC-Jubiläum machen.
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Das Chaos Communication Camp 2011: „Woodstock für Hacker“
Außerdem gab es eine Reportage bei 1LIVE über das Chaos Communication Camp 2011. Ein schöner akustischer Streifzug über das Camp, 38 Minuten lang.
Ankündigungstext
MP3-Download (18 MB)

Wie immer gilt: Schnell runterladen, bevor die Podcasts wieder depubliziert werden.

Nachtrag zum Datenleck bei der CDU

Die Union Betriebs-GmbH hat es heute(!) tatsächlich geschafft, eine Antwort auf meine E-Mail vom Freitag zu schicken. Abzüglich des Wochenendes haben die also ganze drei Tage gebraucht, was schon beachtlich ist. Vielleicht reagieren sie bei einer @spiegel.de-Adresse schneller? Müsste man mal austesten. ;-)

Zur Sache: Wie bei Heise schon geschrieben, sind 5.800 Mitglieder von dem Datenleck betroffen. Zu der „zeitverzögerten Information der Betroffenen“ (immerhin zwei Jahre) sei es gekommen, da „zum Zeitpunkt des unberechtigten Zugriffs nicht zu erkennen war, ob und welche Daten kopiert wurden.“ Ich weiß ja nicht, aber wenn der Verdacht darauf vorliegt, würde ich als Betreiber auch diesen Verdacht mitteilen.

Außerdem frage ich mich: Wenn die Union Betriebs-GmbH nicht weiß, wie viele Daten entwendet wurden, woher sind die sich dann sicher, dass nicht alle damaligen Mitglieder betroffen sind? Nur weil jetzt Daten von 5.800 Mitgliedern aufgetaucht sind, heißt das ja nicht, dass es nicht noch mehr Daten gibt. Immerhin haben die Hacker somit jetzt die Bestätigung, dass die Daten echt sind.

Auch zum HTTPS äußert sich die Union Betriebs-GmbH:

Wir werden beim nächsten Update des CDUnet eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung berücksichtigen.

Na, wenigstens etwas.

Datenleck bei der CDU

Haha, super: Die CDU, die ja immer gerne Facebook und Google anprangert, hat jetzt selbst ein Datenleck. Mitgliedsdaten der Parteiplattform CDUnet sind entwendet worden, darunter Name und E-Mail-Adressen der Betroffenen. Die Daten sollen auf dem CCCamp11 aufgetaucht sein, es sollen „nur“ 4.000 Datensätze sein.

Der Oberknüller kommt aber noch: Der Hackerangriff hat bereits im August 2009(!) stattgefunden, erst weil die Daten am 12. August 2011 im Internet aufgetaucht sind, werden die Mitglieder jetzt nach zwei Jahren darüber informiert. Wären die Daten nicht aufgetaucht, hätte die CDU wohl nie über den Angriff informiert.

Tja, Wasser predigen aber Wein trinken. Es ist aber auch kein Wunder, dass dort Daten abgegriffen wurden, das CDUnet hat nichtmal HTTPS.

Die Union Betriebs-GmbH hat den Angriff gegenüber Heise bestätigt, will sich aber nicht zu Details äußern. Meine Anfrage ist bislang noch unbeantwortet.