Links 21

„Sexting“. Die ZEIT hat jetzt eine ausführliche Geschichte gebracht, wie schnell sowas passieren kann und wie die Folgen aussehen. Dass das Mädchen aus ihrem Fehler nicht gelernt hat ist mindestens genauso unglaublich wie die (Nicht-)Reaktion der Polizei und die Resignation des Klassenlehrers.

vierzehnachtzehn.de: Über dieses Projekt
Spannend: Tagebücher eines Fußartilleristen aus dem Ersten Weltkrieg. Diese sollen nun online gestellt werden, jeweils genau 100 Jahre nach der Niederschrift. Das Projekt geht also bis 2018. Finde ich klasse, gerade auch, weil es aus dem privaten Bereich kommt, ohne irgendeiner Organisation dahinter, was immer etwas seltsam anmutet.
Weiterlesen

Google sperrt Mail-Zugriff

Was zur Hölle?! Google hat auf Zuruf von Goldman Sachs eine E-Mail blockiert, die von einem Goldman Sachs-Mitarbeiter versehentlich an eine Gmail-Adresse geschickt wurde:

Google blockiert eine falsch adressierte E-Mail der US-Investmentbank mit hochvertraulichen Kundendaten. „Google ist unserer Bitte nachgekommen, den Zugang zu der Mail zu blockieren“, sagte Goldman-Sprecherin Andrea Raphael heute.

Das ist ein ziemlicher Tiefpunkt für Google. Zunächst hatte Google nämlich gesagt, sie könnten der Bitte ohne Gerichtsbeschluss nicht nachkommen – nun haben sie es doch einfach getan, ohne Gerichtsbeschluss.
Weiterlesen

Google Nest [UPDATE 4]

Große Aufregung bei der re:publica 2014: Dort wurde „Google Nest“ vorgestellt. Doch wie schon beim Artikel-Datum muss man manchmal genauer hinsehen.

Die Website

Die Website google-nest.org sieht ziemlich ähnlich aus wie andere Seiten von Google. Allerdings, hier die erste Auffälligkeit: Google-Projekte haben normalerweise eine eigene Subdomain, keine eigene Domain. Somit wäre nest.google.com wohl die offizielle Adresse, wenn es ein offizielles Google-Projekt wäre.

Die „Verteidige dein Netz!“-Kampagne gab es unter google.de/campaigns/deinnetz/ (inzwischen offline, Link hier), auch für die Journalisten-Tools gibt es eine Unterstruktur: google.com/get/mediatools/. Eine eigene Domain gibt es nur in Ausnahmefällen, etwa bei blogger.com.
Weiterlesen

BSI warnt vor sich selbst

Ein schon längst überfälliger Schritt: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor sich selbst. Nachdem das BSI in den letzten Monaten wild E-Mails an Betroffene schickt, deren Daten abgefischt wurden, schicken jetzt auch Phisher angeblichen Warnungen mit gefälschtem BSI-Absender raus, um Daten zu kriegen.

Vielleicht merkt das BSI ja jetzt, wie dämlich undurchdacht ihre ganzen BSI-Warnungs-Aktionen sind. Spätestens jetzt glaubt niemand mehr irgendeiner E-Mail mit BSI-Absender, selbst wenn sie echt sein sollte. Einmal mit Profis!

Online-Steuererklärung

Es gibt ein paar Dinge, die ich bewusst nicht online mache. Die Einkommens­steuer­erklärung gehört dazu. Und Kanada bestätigt mich:

Unbekannte haben offenbar Sozialversicherungsnummern von Servern der kanadischen Finanzbehörde entwendet und dabei die Heartbleed-Lücke ausgenutzt. „Basierend auf unserer bisherigen Analyse wurden Sozialversicherungsnummern (SIN) von 900 Steuerzahlern von (unseren) Systemen entfernt“, teilte das kanadische Finanzamt (CRA) am Montag mit.

Ups! Die Sozialversicherungsnummer ist in Kanada das höchste Identifikations­merkmal, vergleichbar mit unserem Personalausweis. Mit der Nummer kann man also zum Beispiel Kredite aufnehmen oder einkaufen gehen. Die Betroffenen haben jetzt also wirklich arge Probleme, was vor allem an dem Finanzamt liegt:
Weiterlesen