Deutsche Bahn übt Satire

Haha, die Deutsche Bahn übt sich in Sachen Satire:

„Wir wollen unseren Kunden auch bei starken Wintereinbrüchen einen zuverlässigen und planbaren Zugverkehr bieten“, erklärte DB-Verkehrsvorstand Ulrich Homburg.

Der Witz war wirklich gut, wo die Bahn doch schon angekündigt hat, dass das wieder nichts wird. :-)

ICE-Fahrer vergisst Haltestelle

Wenn die Bahn mal keine Hitzeprobleme hat, dann kann es auch schonmal sein, dass der ICE-Fahrer vergisst, wo er halten muss. Wenn ihr demnächst also jemanden über den Weg lauft, der damit angeben will dass er ICE gefahren ist, solltet ihr ihn lieber bemitleiden.

Das wird langsam schlimmer als in S-Bahnen – die halten wenigstens dort, wo sie halten sollen und sind klimatechnisch genauso weit wie die ICEs. :-)

Verkehrsverbunde, my ass!

Kennt ihr Verkehrsverbunde? Wikipedia sagt:

Ein Verkehrsverbund ist ein rechtlicher und organisatorischer Zusammenschluss von Gebietskörperschaften, in Deutschland also Landkreisen oder kreisfreien Städten, historisch gelegentlich auch mit den Verkehrsunternehmen einer Region, zur gemeinsamen und abgestimmten Durchführung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Wer also ein Ticket kaufen will, der muss sich nach den Tarifen des jeweiligen Verkehrsbundes richten. Schön und gut.

Nicht so schön es ist es aber, wenn ihr von Verkehrsbund A in Verkehrsbund B wollt. In meinem Fall möchte ich von Düsseldorf (VRR) nach Köln (VRS). Ein schwieriges Unterfangen, das könnt ihr mir glauben – obwohl es zahlreiche Bahnverbindungen gibt. Dafür gibt es aber mittendrin eine Verbundgrenze, was – abgesehen von überhitzen ICEs – so ziemlich das schlimmste ist, was einem bei einer Bahnreise passieren kann.

Die Online-Fahrplanauskunft vom VRR sagt:

Der durchgestrichene Einkaufswagen soll heißen, dass man das Ticket nicht online kaufen kann. Schön und gut, aber wie viel die Fahrt kosten wird, erfährt man auch nicht.

Die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn, wo man denken sollte dass diese doch bundesweit tätig ist und das errechnen kann, spuckt das hier aus:

„Preisauskunft nicht möglich“ – super. Aber hey, alle guten Dinge sind drei, versuchen wir es doch mal bei der Fahrplanauskunft vom VRS, was sagt der denn so?

Unten links ist schon zu sehen, dass es „Preisstufe 5“ ist und das Ticket 10 € kosten soll. Ein Klick auf „Beratung & Kauf“ gibt mir dann eine Auswahl, ich kann für Hin- und Rückfahrt zwischen 2x Einzelticket (20 €, also 10 € pro Fahrt), einem 4er-Erwachsenen-Ticket (36 €, also 9 € pro Fahrt) oder einem Tagesticket (21,80 €) entscheiden. Das Tagesticket kann man sogar online kaufen.

Wahnsinn, von drei Verkehrsunternehmen schafft es eines, mir eine ordentliche Reisekostenauskunft zu geben. Und die Gewissheit, dass ich bei den Kosten wohl doch nicht so schnell nach Köln brausen werde. :-)

Bei einer solchen schlechten Fahrkostenauskunft brauchen sich die Verkehrsverbunde dann auch nicht beklagen, wenn die Leute Schwarzfahren. Bei so schlechtem Service (ich weiß nicht, ob die Bahn-Ticketautomaten besser sind als die Online-Auskunft, die hier versagt hat…) braucht man sich echt nicht zu wundern.

Bahn zahlt 25 Euro für's Aussteigen

Service-Offensive der Bahn:

Am Karfreitag hat die Bahn mit Gutscheinen über 25 Euro viele Fahrgäste aus einem überfüllten IC-Zug in Münster gelockt. Auch die Bundespolizei stand bereit, um bei der teilweisen Evakuierung des Zuges von Frankfurt am Main nach Westerland auf Sylt zu helfen. Der IC 2310 sei „hoffnungslos überfüllt“ gewesen und habe aus Sicherheitsgründen in Münster stoppen müssen, sagte ein Sprecher der Bahn.

Das sollten sie auch bei den Regio-Bahnen mal machen. Aber dann wären die ja schnell pleite, so überfüllt wie die Züge regelmäßig sind. :-)