DHL: Ein allgemeiner Fehler

Auf der Arbeit muss ich hin und wieder auch Waren versenden. Das DHL-Geschäftskundenportal hat bei meinem ersten Versand-Versuch dann auch gleich mal gezeigt, was es kann:

Allgemeiner Fehler. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Der Fehler wurde im System protokolliert.

Eine total aussagekräftige Fehlermeldung. Das ist übrigens einer der beiden Gründe, weshalb ich privat keine Onlinefrankierung nutze. Der andere Grund ist natürlich, dass ich der Deutschen Post in Punkto Sicherheit nicht wirklich traue.

Harry Rowohlts Lieblingsheldinnen

In einem FAZ-Fragebogen hat Harry Rowohlt im Mai 1992 geantwortet (PDF):

Screenshot aus dem Original-Fragebogen

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit? Briefträgerinnen. Überhaupt alle Frauen, die bei der Post arbeiten.

In diesem Sinne: Streikt mal schön weiter, liebe Paketboten und Postangestellten. Ihr seid es wert.

(Auf der faz.net-Seite wurde diese Frage übrigens nicht mit aufgeführt, ebenso fiel die Frage nach den schätzenswerten Eigenschaften an einem Mann weg. Weshalb auch immer.)

E-Postbrief streicht Zusatzleistungen

„Wer baucht schon Verschlüsselung und Signatur?“, wird sich die Deutsche Post gedacht haben. Diese in den AGB als „Zusatzleistungen E-Postbrief“ betitelten Funktionen werden am 25. September 2012 ersatzlos gestrichen, wie den Kunden gerade mitgeteilt wird.

Der einzige Trost: Die Verschlüsselung wurde von der Deutschen Post angeboten (haha!), selbst verschlüsseln und dann verschicken geht also weiterhin. Außerdem war die Signatur bislang schon nicht rechtsgültig und daher ohnehin überflüssig.

Muss ich noch erwähnen, dass eine Signatur ohnehin quatsch ist, weil man nie weiß, wer vor dem PC sitzt und diese Signatur einfügt?

(via @gillyberlin)

Links 8

Lange keine Linkliste mehr gemacht. Also los.

WDR Servicezeit: Homepage: teuer statt kostenlos (2)
An dieser Stelle war ein Bericht über unsere Freunde von Euroweb. War, weil:

Aufgrund rechtlicher Auseinandersetzungen derzeit nicht im Programm

Am 11. Juli wurde der Beitrag ausgestrahlt und scheinbar schon am Tag darauf wieder offline genommen. Da hat sich der Anwalt diesmal richtig beeilt. Was der WDR dort stehen hatte, lässt sich ergoogeln.

UPDATE (23.07.2012, 08:10 Uhr): Aus rechtlichen Gründen wurde ich von der Anwaltskanzlei von Euroweb dazu aufgefordert, den Link zum WDR zu entfernen, nachdem der WDR seinen Beitrag wieder online gestellt hat. Ich bin dem nachgekommen, weil mir das kein Rechtsstreit wert ist.

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tagesschau.de: Ermittlungen zur Feldpost-Affäre eingestellt
Nach dem Aufschei im Dezember 2010, dass Briefe für Soldaten geöffnet in Afghanistan ankamen, gab es Ermittlungen. Ergebnis: Eine Sortiermaschine der Post soll Schuld gewesen sein.

FUTTERblog: Blasen im Hirn – Tee im Bauch!
Kabarettist Philipp Weber über das Hipster-Getränk „Bubble Tea„:

Der moderne Mensch sehnt sich nach Freiheit und Selbstbestimmung. Der Konsument darf heute selbst entscheiden, wie er seiner Persönlichkeit entsprechend vergiftet werden will.

Als Bonus empfehle ich noch den Ruthe-Comic zu Bubble Tea.

boersenblatt: mp3-File: Keynote von Sascha Lobo „Ich will die Branche mit ihren eigenen Waffen schlagen“
Schon seit ein paar Wochen im Netz, jetzt erst gehört. Sascha Lobo stellt Thesen auf, was die Zukunft des Buchhandels mit der Vergangenheit zu tun hat. Er prophezeit, dass in Zukunft das Produkt den Wert 0 haben wird (Stichwort Raubmordkopie), stattdessen wird die Dienstleistung (z.B. Apps) an Wert gewinnen. Außerdem kündigt er an, zum Ende des Jahres mit Christoph Kappes und einigen Partnern einen E-Book-Verlag zu gründen.

Doku: Die Paketsklaven

Nehmt euch mal 44 Minuten Zeit und guckt euch diese Doku an: Ein Journalist hat sich in guter alter Wallraf-Manier undercover bei einem Subunternehmen von DHL eingeschleust um mal zu gucken, wie da die Arbeitsbedingungen sind.

Die Subunternehmer bei DHL sind natürlich nur ein Beispiel, schließlich haben auch andere Logistikunternehmen Subunternehmer. Ziemlich viele sogar, wie Wolfgang Abel von ver.di Hamburg in der Doku an Zahlen zeigt:
Hermes, DPD, GLS = 100% Subunternehmer
– UPS = 30% Subunternehmer
– DHL = 10% Subunternehmer

Diejenigen, die direkt bei DHL bzw. UPS angestellt sind, haben weitaus bessere Arbeitsbedingungen und werden nach Tarifen bezahlt. Insofern ist DHL also noch der bessere Paketdienst unter allen, weil dort die wenigsten Subunternehmer arbeiten – bislang jedenfalls.

Wie die Bedingungen derjenigen ist, die bei der Deutschen Post direkt angestellt sind und bei DHL fahren, kann man sich in den Ferngesprächen IX bei WRINT anhören. Dort erzählt ein Anrufer am Anfang von seiner derzeitigen Ausbildung bei DHL.

Ich werde zukünftig auch weiterhin DHL bevorzugen. Und ich werde mal gucken, was auf der Jacke unseres DHL-Botes steht. Hoffentlich nicht das böse Wort „Servicepartner“.