Kölner Karneval ist nicht Charlie

Kurz nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo in Frankreich startete das Festkomitee Kölner Karneval, welches den Rosenmontagszug in Köln organisiert, einen Wettbewerb: Auf Facebook konnte man 14 Entwürfen „liken“, die alle die Anschläge thematisierten. Der Entwurf mit den meisten „Likes“ sollte gebaut und beim Rosenmontagszug mitfahren. Gewonnen hat schließlich dieses Motiv:

charlie-hebdo-karnevalswagen-koeln-640x480 (Bild: Festkomitee Kölner Karneval)
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Twitter: Wikipedia-Edits von Regierungen, Firmen etc.

Vor ein paar Tagen habe ich schon über @bundesedit berichtet. Wie der Initiator von @bundesedit im Interview bei Trackback sagt, geht es weniger um die Änderungen selbst, da sie oftmals nur Rechtschreibfehler sind. Vielmehr soll damit demonstriert werden, dass nicht nur der Staat uns beobachtet, sondern auch wir die Aktivitäten des Staates beobachten.

Es gibt aber noch viele weitere Twitter-Accounts, die Wikipedia-Edits (= Änderungen in Wikipedia-Artikeln) von Behörden und Regierungen beobachten. Das wird meistens über ein Script gemacht, mit dem man einfach die IP-Adressen der Parlamente füttert. Wikipedia-Accounts von Mitarbeitern hingegen werden nicht erfasst, da diese meistens nicht bekannt sind. Auch über Proxys kann man die „Überwachung“ natürlich umgehen.

Ich habe die Accounts mal in einer Twitterliste gesammelt und unten nochmal sortiert aufgelistet. Ergänzungen gerne in die Kommentare. Beim Durchsehen ist mir aufgefallen, dass einige Accounts erst seit wenigen Tagen existieren und noch keine Einträge haben, da muss man mal in ein paar Monaten sehen, was daraus geworden ist.
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Spähsoftware-Exporte

ZAPP hat einen Beitrag über den Export von Überwachungssoftware made in Germany gebracht und dazu auch eine Grafik, in welche kritischen Länder die Hersteller schon geliefert haben:

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Online-Steuererklärung

Es gibt ein paar Dinge, die ich bewusst nicht online mache. Die Einkommens­steuer­erklärung gehört dazu. Und Kanada bestätigt mich:

Unbekannte haben offenbar Sozialversicherungsnummern von Servern der kanadischen Finanzbehörde entwendet und dabei die Heartbleed-Lücke ausgenutzt. „Basierend auf unserer bisherigen Analyse wurden Sozialversicherungsnummern (SIN) von 900 Steuerzahlern von (unseren) Systemen entfernt“, teilte das kanadische Finanzamt (CRA) am Montag mit.

Ups! Die Sozialversicherungsnummer ist in Kanada das höchste Identifikations­merkmal, vergleichbar mit unserem Personalausweis. Mit der Nummer kann man also zum Beispiel Kredite aufnehmen oder einkaufen gehen. Die Betroffenen haben jetzt also wirklich arge Probleme, was vor allem an dem Finanzamt liegt:
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