DHL: Ein allgemeiner Fehler

Auf der Arbeit muss ich hin und wieder auch Waren versenden. Das DHL-Geschäftskundenportal hat bei meinem ersten Versand-Versuch dann auch gleich mal gezeigt, was es kann:

Allgemeiner Fehler. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Der Fehler wurde im System protokolliert.

Eine total aussagekräftige Fehlermeldung. Das ist übrigens einer der beiden Gründe, weshalb ich privat keine Onlinefrankierung nutze. Der andere Grund ist natürlich, dass ich der Deutschen Post in Punkto Sicherheit nicht wirklich traue.

Harry Rowohlts Lieblingsheldinnen

In einem FAZ-Fragebogen hat Harry Rowohlt im Mai 1992 geantwortet (PDF):

Screenshot aus dem Original-Fragebogen

Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit? Briefträgerinnen. Überhaupt alle Frauen, die bei der Post arbeiten.

In diesem Sinne: Streikt mal schön weiter, liebe Paketboten und Postangestellten. Ihr seid es wert.

(Auf der faz.net-Seite wurde diese Frage übrigens nicht mit aufgeführt, ebenso fiel die Frage nach den schätzenswerten Eigenschaften an einem Mann weg. Weshalb auch immer.)

Links 12

Exil-Hamburger.de: Peinlich: Die DHL, ihre Packstation und mein Geburtstag.
DHL schafft es nicht, eine Packstation in Berlin ordentlich zu reparieren. Natürlich ein bedauerlicher Einzelfall™, in der Regel „erfolgt eine Behebung eines Defektes innerhalb von 48 h.“

tagesspiegel: Kartellamt verhängt Millionen-Strafe gegen Haribo
Mars und Haribo sowie zwei nicht genannte Süßwarenhersteller haben sich über Verhandlungen mit dem Handel abgesprochen. Das Bundeskartellamt hat nun eine Strafe von rund 2,4 Millionen Euro gegen Haribo verhängt, Ermittlungen gegen die beiden unbekannten Unternehmen laufen noch. Mars kommt straffrei davon, weil sie als Kronzeuge ausgesagt haben.

FR-Online.de: Kein Mitleid mit Drygalla
Schöner Kommentar, in dem sämtliche Argumente für Drygalla auseinander genommen werden.
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Doku: Die Paketsklaven

Nehmt euch mal 44 Minuten Zeit und guckt euch diese Doku an: Ein Journalist hat sich in guter alter Wallraf-Manier undercover bei einem Subunternehmen von DHL eingeschleust um mal zu gucken, wie da die Arbeitsbedingungen sind.

Die Subunternehmer bei DHL sind natürlich nur ein Beispiel, schließlich haben auch andere Logistikunternehmen Subunternehmer. Ziemlich viele sogar, wie Wolfgang Abel von ver.di Hamburg in der Doku an Zahlen zeigt:
Hermes, DPD, GLS = 100% Subunternehmer
– UPS = 30% Subunternehmer
– DHL = 10% Subunternehmer

Diejenigen, die direkt bei DHL bzw. UPS angestellt sind, haben weitaus bessere Arbeitsbedingungen und werden nach Tarifen bezahlt. Insofern ist DHL also noch der bessere Paketdienst unter allen, weil dort die wenigsten Subunternehmer arbeiten – bislang jedenfalls.

Wie die Bedingungen derjenigen ist, die bei der Deutschen Post direkt angestellt sind und bei DHL fahren, kann man sich in den Ferngesprächen IX bei WRINT anhören. Dort erzählt ein Anrufer am Anfang von seiner derzeitigen Ausbildung bei DHL.

Ich werde zukünftig auch weiterhin DHL bevorzugen. Und ich werde mal gucken, was auf der Jacke unseres DHL-Botes steht. Hoffentlich nicht das böse Wort „Servicepartner“.

Deutsche Post und Maxi-Briefe

In den letzten Tagen habe ich mich leider etwas über die Deutsche Post geärgert. Postboten sind irgendwie auch nicht mehr das, was sie mal waren.

Am Donnerstag kam ein Maxi-Brief mit einem Taschenbuch darin. Anstatt dass der Postbote klingelt, hat er den Maxi-Brief in den Briefkasten gestopft, so dass der Umschlag des Taschenbuches beschädigt wurde. Das ist zwar verschmerzbar, aber trotzdem hätte der Postbote ja mal klingeln können.

Ich habe gehofft, dass die erwartete DVD-Lieferung dann als Paket kommt, damit der Postbote diese nicht auch in den Briefkasten quetscht. Doch auch die vier DVDs kamen als Maxi-Brief, zum Glück war am gestrigen Samstag aber noch zwei dicke Zeitungen drin, so dass der Postbote klingeln musste, weil kein Platz mehr war. Er hat jedoch nicht geklingelt, sondern sturmgeklingelt, samstags um 9 Uhr, wo alle noch (jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt) schliefen. Scheinbar war das auch nur eine Urlaubsvertretung, denn unserer normaler Postbote war das nicht.

Vielleicht sollte ich einen extra großen Briefkasten (oder lieber gleich eine eigene Packstation) vor die Tür stellen? Dann wären die Maxi-Briefe jedenfalls nicht beschädigt und wir hätten Ruhe vor Sturmklingelei.

Wahrscheinlicher wird aber sein, dass ich in Zukunft bitten werde, mir solche Sachen per DHL zu schicken. Die sind nicht nur einen Tag schneller, sondern der DHL-Bote kommt auch zuverlässig zur Mittagszeit und klingelt, egal wie groß die Lieferung ist.

(Bild von Bocadorada unter CC-BY-SA 2.0.)