DigiTask mahnt zurück ab

Popcorn! DigiTask wurde ja abgemahnt, jetzt mahnt DigiTask zurück ab. DigiTask sagt, dass Wavecon die Abmahnung nicht hätte online stellen dürfen und jetzt soll Wavecon eine Unterlassungserklärung unterschreiben, dass sie keine Dokumente mehr darüber veröffentlichen werden. Ich behaupte ja mal, dass das öffentliche Interesse in diesem Fall klar überwiegt, aber ob das ein Gericht ähnlich sehen wird, ist ja immer so die Frage.

DigiTask wird abgemahnt

Popcorn raus! Wavecon (früher u.a. für die Wartung von gulli.com beauftragt) mahnt den Konkurrenten DigiTask ab. DigiTask soll eine Unterlassungserklärung abgeben, dass sie solche Staatstrojaner nicht mehr vertreiben, weil sie u.a. gegen § 202a StGB verstoßen und das ein Wettbewerbsvorteil wäre. Hier ist das PDF, beim Lawblog gibt es ein kurzes Interview mit dem Anwalt von Wavecon. :-)

Bundestrojaner auch in Niederlande, Österreich und Schweiz

Laut DigiTask, die den Bundestrojaner programmiert haben, wurde „eine ähnliche Software“ auch schon an die Niederlande, die Schweiz und Österreich verkauft – in Österreich steht die Einführung der Online-Durchsuchung kurz bevor, allerdings wurden dort schon 2008 Key-Logger eingesetzt (was der Staatstrojaner auch kann). Vielleicht können die dortigen Parteien auch mal Anfrangen an die Landtage stellen und mal erfragen, ob das stimmt und in welchem Umfang diese Trojaner eingesetzt werden, welche Funktionen genutzt werden und so weiter.

Mit dem Ausland bietet das Thema noch viel Zündstoff und die Sache wird uns sicherlich noch einige Zeit lang beschäftigen. (Für uns, die wissen wie der Hase läuft, heißt das: Augen auf, das ist DIE Gelegenheit um mal unliebsame Sachen durchzuwinken!)