E-Postbrief streicht Zusatzleistungen

„Wer baucht schon Verschlüsselung und Signatur?“, wird sich die Deutsche Post gedacht haben. Diese in den AGB als „Zusatzleistungen E-Postbrief“ betitelten Funktionen werden am 25. September 2012 ersatzlos gestrichen, wie den Kunden gerade mitgeteilt wird.

Der einzige Trost: Die Verschlüsselung wurde von der Deutschen Post angeboten (haha!), selbst verschlüsseln und dann verschicken geht also weiterhin. Außerdem war die Signatur bislang schon nicht rechtsgültig und daher ohnehin überflüssig.

Muss ich noch erwähnen, dass eine Signatur ohnehin quatsch ist, weil man nie weiß, wer vor dem PC sitzt und diese Signatur einfügt?

(via @gillyberlin)

E-Postbrief vs. De-Mail

Ach das ist doch herrlich: „United Internet wirft Post Behinderung der De-Mail vor“.

Die Post verweigert der Telekom und United Internet, ihr Postident-Verfahren zur Identifikation der De-Mail-Nutzer einzusetzen. Damit will die Post ihrem Konkurrenzprodukt E-Postbrief einen Vorteil verschaffen.

Die machen sich ihre beiden Systeme noch selbst kaputt, wunderbar. POPCORN!

Neue Fails vom E-Postbrief

Lange gab es nichts mehr über den E-Postbrief der Deutschen Post zu lesen. Zuletzt gab es große Bedenken über die AGB, Stiftung Warentest nannte das System „nicht ausgereift“.

Jetzt bin ich doch glatt über einen Blogeintrag eines mittelständischen Unternehmens aus Bremen gestolpert, die das Fazit ziehen: „ePost-Schnittstelle lohnt sich nicht“.

Für Geschäftskunden gibt es nämlich eine IT-Schnittstelle. Die Digineo GmbH hat da mal nachgehakt und nachdem anfangs gesagt wurde, dass es die Schnittstelle noch gar nicht gäbe (obwohl sie auf der E-Postbrief-Seite beworben wurde), hat man denen Anfang November mitgeteilt, dass so eine Schnittstelle für einen Betrag im fünfstelligen Bereich von der Post eingerichtet werden könnte.

Vielen Dank liebe Post. Für 10.000 EUR (da fängt bei mir 5-stellig an) kann ich für 25 Monate einen Mitarbeiter auf 400 EUR-Basis einstellen, der täglich unsere Post ausdruckt, kuvertiert, frankiert und zum Briefkasten bringt. Vielleicht gibt es in 25 Monaten dann ja eine bezahlbare IT-Schnittstelle für Jedermann.

Überhaupt sollte man da mal verfolgen, was so bei dem E-Postbrief alles schief geht. Zum Beispiel wurden da 40 Cent zu wenig im Vertrag ausgewiesen und dann hat die Post denen einen neuen Vertrag geschickt – statt per E-Mail lieber per Post, seperat in siebenfacher Ausführung.

Das ganze System ist bei der Post so dermaßen Fail, ich glaube der E-Postbrief wird schnell Geschichte sein. Und das ist auch gut so.

Übrigens: Auf der E-Postbrief-Seite ist jetzt nicht mehr standardmäßig https, das war anfangs jedoch schon (wenn man https eingibt, wird man auf http weitergeleitet). Damit wird die Website noch einen Tick unsicherer als sie ohnehin schon ist.