Erkrath: Bürgerversammlung zu Flüchtlingen

Heute war die Bürgerversammlung in Erkrath über die aktuelle Unterbringung der Flüchtlinge und was in Zukunft geplant ist. Vorweg: Die knapp eineinhalb Stunden waren sehr interessant, am Mittwoch soll es eine inhaltsgleiche Veranstaltung auch in Erkrath-Hochdahl geben. Hier die Infos:

Was es zu sehen gab

Nach einer Ansprache des Bürgermeisters stellten der Sozialdezernent mit seinen Mitarbeitern die Arbeit der Stadtverwaltung vor. Danach erzählte die Diakonie-Angestellte der Flüchtlingsberatung von ihrer Arbeit, der Freundeskreis für Flüchtlinge Erkrath erzählte von seiner Gründungsgeschichte und wie ihre Arbeit heute aussieht. Anschließend stellte der Geschäftsführer von Planetvalue die Plattform fluechtlingshilfe-erkrath.de vor, zum Schluss gab es dann für Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
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Minions-Laterne

Hier ist ein Video, wie man recht schnell und einfach eine Minions-Laterne basteln kann. Die Vorlagen gibt es hier als PDF: eins und zwei. Sehr cool!

(Direktlink)

Und noch cooler ist, dass unsere Stadtbücherei sowas bloggt. :-)

(Bin ich eigentlich der Einzige, der es seltsam findet, dass es jetzt auch YouTuber-Mütter gibt, die ihre siebenjährigen Kinder für sowas vor die Kamera zerren? Das wird ja immer schlimmer mit diesen YouTubern. Nach tausenden Beauty-Letsplay-Longboard-Teenies und Bastel-Müttern fehlen jetzt nur noch Senioren-Channels …)

Wenig Informationen über den Zensus 2011 in Erkrath

Es ist Mittwoch, 4. Mai 2011. In fünf Tagen startet der Zensus 2011: Die Volkszähler beginnen, die auserwählten 10 Prozent aller Bürger in Deutschland zu befragen. Aber wer weiß das? Diejenigen, die sich mit dem Zensus 2011 schon beschäftigt haben, die sind im Bilde. Auch, dass alle Wohnungs- und Gebäudeeigentümer einen Fragebogen kriegen, den sie ausfüllen müssen.

Nun liegt es an den Kommunen, die Bürger darüber aufzuklären und zu informieren. Das war bei meiner Stadt, Erkrath, nicht der Fall: Auf der Internetseite fand sich keinerlei Information über die bevorstehende Volkszählung. Also schrieb ich am 4. Mai eine E-Mail:

Betreff: Informationspolitik zum Zensus 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

warum findet man auf der Internetseite der Stadt Erkrath bislang keinerlei Informationen zum Zensus 2011? Nichteinmal einen Link zu http://www.zensus2011.de/ oder http://www.it.nrw.de/statistik/zensus/ gibt es, obwohl sämtliche Wohnungs- und Hauseigentümer einen Fragebogen kriegen und einige Bürger Besuch von einem Volkszähler erhalten werden.

Sollte die Stadt über soetwas nicht schnellsten informieren, wenn das schon am 9. Mai (in 5 Tagen) beginnt?

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Zimmer

Eine Antwort darauf habe ich bis heute nicht erhalten. Stattdessen gibt es seit gestern folgenden Dreizeiler zu sehen:

Das verstehen die Kommunen also unter informieren. Es mag sicherlich auch positivere Beispiele geben, aber da zumindest im Zensus-Gesetz für NRW kein Paragraph steht, der die Öffentlichkeitsarbeit regelt, kann man dort rechtlich nichtmal etwas gegen die schlechte Information machen.

Auch das am Stärksten verbreitete Lokalblatt (hier die PDF-Ausgabe diese Woche) hat noch nichts gebracht, sodass die Informationen hier lokal sehr dürftig sind.

Und ich befürchte, dass mein Ort hier nicht der einzige ist, der so wenig mit Informationen zum Zensus 2011 versorgt wird.

Erkrath: Bislang keine Nutzungsrechte für PR-Kampagne

Achtung, Facepalm-Alarm: Ich berichtete ja schon von den völlig überflüssigen neuen Ortsschildern und die PR-Kampagne, jetzt kommt heraus: Die Stadt hat dafür bislang nichtmal Nutzungsrechte, obwohl sie den Wettbewerb um ein neues PR-Logo im Herbst selbst in Auftrag gegeben hat.

Im Klartext heißt das, dass die beiden Studenten nun nochmal extra Lizenzkosten verlangen könnten – ob sie das auch machen werden bleibt abzuwarten. Immerhin sollen in diesem Jahr „nur“ 10.000 Euro zum Fenster rausgeworfen werden, die anderen 30.000 Euro dann erst im nächsten Jahr. Derzeit sieht es aber ohnehin danach aus, das wir bald einen Nothaushalt kriegen, dann wäre das Projekt erstmal auf Eis gelegt.

Allerdings ist in dem Artikel auch davon die Rede, dass man die PR-Kampagne noch ausweiten könnte, wo die Gesamtkosten dann auf 100.000 Euro belaufen würden. Ich hoffe doch, dass das nicht wahr wird, denn mit dem Geld kann man sinnvollere Sachen in unserer Stadt machen.

Interessant ist übrigens auch noch, dass die hiesigen Werbegemeinschaften bei dem PR-Projekt nicht mitmachen und vermutlich nichtmal gefragt wurden, obwohl es ja eigentlich deren Aufgabe ist, Werbung für die Stadt zu machen. Stattdessen soll nun der Steuerzahler die unnötigen Kosten tragen. Danke BmU, CDU, FDP und SPD!

Erkrather Politiker schmeißen Geld zum Fenster raus

Ja, es ist passiert: Die Erkrather Politiker haben wirklich zusätzliche Ortsschilder beschlossen, die 40.000 Euro und mehr kosten sollen! (Die Vorgeschichte dazu gibt es hier und hier.)

Interessant ist, welche Parteien da zugestimmt haben:

Mit der Mehrheit von SPD, BmU und Grünen hat der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen, rund 40 000 Euro für neue Straßenschilder auszugeben. Kritik gab aus den Reihen von CDU und FDP.

Die CDU sah das ganze kritisch und die FDP schlug vor, einen Sponsor zu suchen (HAHA, wie passend dass die FDP mal wieder wirtschaftsnah denkt). Erstaunt hat mich vorallem:

Doch am Ende setzten sich die Befürworter durch. Treibende Kraft: Bernhard Osterwind (BmU). Er glaubt an eine neue Identität, die mit dem Logo „Erlebe Erkrath“ einhergeht. So werde in der Stadt eine positive Atmosphäre geschaffen, die letztendlich auch neue Gewerbetreibende nach Erkrath ziehe.

Die „BmU“, das sei den nicht-ortskundigen Lesern kurz erläutert, ist eine unabhängige Wählergemeinschaft und heißt „Bürger mit Umweltverantwortung“. Von denen habe ich eigentlich als allerletzte erwartet, dass sie einer solchen PR-Sache zustimmen. Wenn man nun auf deren Internetseite geht wirkt das schon wie blanker Hohn:

Während die darauf aufmerksam machen, dass Erkrath vor einem Nothaushalt steht und „Erkrath muss sparen“ fordert, schmeißen die hinterrücks das Geld für solche unnützigen Sachen raus!

Und auch die Grünen bekleckern sich mal wieder nicht mit Ruhm:

Grünen Chef Peter Knitsch sprach im Ausschuss von einer „Kampagne“, die im Vorfeld von der RP gegen die Schilder angezettelt worden sei.

Ja, das ist ja auch gemein, dass die Zeitungen plötzlich über geplante Geldverschwenderei berichten. Das geht doch nicht, wie kann die Zeitung es nur wagen!!11einself!

Als Politiker hat man es echt nicht leicht.

Bei den nächsten Wahlen habe ich nun ein echtes Problem: Es gibt absolut gar keine Partei mehr, die ich wählen kann. Was soll ich da nur machen? (Piraten gibt es lokal bei uns nicht und selbst denen würde ich derzeit keine Stimme geben wollen. Und ja: Ich bin so nachtragend was Parteien angeht.)

(Screenshot: BmU Erkrath)