De-Mail made in USA [UPDATE 2]

Die Bundesregierung beauftragt hin und wieder das IT-Unternehmen Computer Science Corporation (CSC) (Cache 1, Cache 2). CSC arbeitet auch für die CIA, das FBI und die NSA. Und was kriegen die Geheimdienste so?

Für die NSA programmierte die Firma unter anderem die Software „Trailblazer“, mit der der Geheimdienst Mobiltelefone und E-Mails ausspionieren und die gesammelten Daten auswerten konnte.

Hui. Und die deutsche Bundesregierung, was kriegt die so von CSC?
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Megaupload.com offline genommen *UPDATE 8*

Na das ist ja wirklich super: Einen Tag nach dem SOPA-Protest hat das FBI Megaupload.com zugemacht. Gleichzeitig wird bekannt, dass nicht Gründer Kimble sondern der HipHop-Produzent Swizz Beatz CEO von Megaupload sein soll.

FBI gegen Kimble, da kann es auch nur Gewinner geben. Popcorn für alle! :-)

UPDATE: Pressemitteilung vom FBI dazu.

UPDATE 2: Hier ist die Anklageschrift. (via Fefe)

UPDATE 3: Schaut mal bei Torrentfreak die Nummernschilder der Autos an, die das FBI beschlagnahmt hat. :-)

UPDATE 4: War ja irgendwie klar, dass Anonymous jetzt nichts besseres zu tun hat als Behördenseiten und Seiten der Plattenlabels zu dossen. das ganze nennen sie #OpMegaUpload. m(

UPDATE 5: Autsch, die Piratenpartei vergleicht Megaupload mit The Pirate Bay. m( Weshalb der Vergleich hinkt, hat @andreasdotorg schön zusammengefasst.

UPDATE 6: Haha, es gibt Fotos wie die Polizei die Autos beschlagnahmt, super! MAFIA, POLICE, STONED, HACKER, CEO – wirklich tolle Nummernschilder hat sich Kimble da besorgt. Schön ist auch der Kontrast, diese teuren schicken Wagen auf uralten Abschleppwagen zu sehen. :-)

UPDATE 7: Bwahahahaha, Kimble hat sich bei der Stürmung seiner Villa in einen Panikraum eingeschlossen, die Polizei musste diesen dann aufschneiden. Mich erinnert das spontan an diese Festnahme eines Mafia-Bosses.

UPDATE 8: Fefe hat übrigens noch eine kurze Erklärung, warum man nicht auf Kimbles Seite sein sollte. Schade dass die Piraten das Memo nicht bekommen haben. Wer am Wochenende Langeweile haben sollte, kann sich ja mal mit ausreichendem Popcorn die KIMBLE.txt reinziehen. Da sind auch Schlagabtausche zwischen Kimble und Fefe dabei, wirklich göttlich. :-)

FBI-Hintertüren in OpenBSD

Ups: Es ist eine Mail aufgetaucht, in der Hintertüren vom FBI im OpenBSD Crypto Framework (OCF) von Softwareentwickler Gregory Perry zugegeben werden (NDA heißt Non-Disclosure Agreement, zu deutsch also Verschwiegenheitsvereinbarung):

My NDA with the FBI has recently expired, and I wanted to make you aware of the fact that the FBI implemented a number of backdoors and side channel key leaking mechanisms into the OCF, for the express purpose of monitoring the site to site VPN encryption system implemented by EOUSA, the parent organization to the FBI.

Jason Wright and several other developers were responsible for those
backdoors, and you would be well advised to review any and all code commits by Wright as well as the other developers he worked with originating from NETSEC.

Golem berichtet auch.

FBI beteiligt sich am Terrorpanik-Spiel

Das FBI macht jetzt auch beim Terrorpanik-Spiel mit: „FBI-Fahnder überführen potenziellen Attentäter“. Wuhu!

In den USA ist ein gebürtiger Somalier wegen eines versuchten Autobombenanschlags verhaftet worden. Wie die Polizei mitteilte, wollte der 19-Jährige den Sprengsatz während der feierlichen Einweihung eines Weihnachtsbaums in der Großstadt Portland zünden. Die Bombe sei aber nur eine Attrappe gewesen, die ihm verdeckte Ermittler geliefert hätten, hieß es weiter.

Die Festnahme von Mohamed Osman Mohamud erfolgte gegen 17.45 Uhr (Ortszeit), nachdem er die Handynummer gewählt hatte, mit der die Bombe in einem Kleintransporter gezündet werden sollte.

Alle Vorurteile bestätigt: Ein schwarzer, junger Mann, der einen ausländischen Mohamed-Namen hat. Da haben die Amis mal wieder genau den richtigen gefunden.

Aber es kommt noch besser: Wie bei den anderen Terrorverdächtigen haben die auch hier erstmal ein Jahr lang gewartet, vermutlich auf besseres Wetter oder so:

Der US-Geheimdienst hatte den jungen Mann bereits seit August 2009 beobachtet. Die Sicherheitsbehörden hatten vor einiger Zeit festgestellt, dass er Kontakt mit einer Person in der Nordwest-Provinz in Pakistan aufgenommen hatte. Laut dem örtlichen FBI-Vertreter Arthur Balizan war die Bedrohung sehr ernst: Mohamud sei zu einem großangelegten Anschlag „fest entschlossen gewesen“.

Ja, großangelegt, fest entschlossen!!1! Ich habe mal versucht rauszukriegen, wie viele Leute bei dieser Weihnachtsbaum-Einweihung da waren, aber man findet davon in den Meldungen garnichts. Bei Reuters steht aber immerhin „thousands of people„, eine genaue Zahl fehlt auch da. Aber hauptsache so eine Weihnachts-Veranstaltung, damit die Warnung von de Maizière vor den Weihnachtsmärkten in Deutschland auch unterstützt wird.

Jetzt fragt sich nur, welche Gesetze die Amis damit jetzt durchboxen wollen. Vielleicht ein Verbot, öffentlich Weihnachtsbäume aufzustellen?