Was macht die SAFE im Internet?

SAFE ist die “Schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie”, vergleichbar mit der GVU in Deutschland. SAFE hat auf einer Veranstaltung (“Provider Day 2013″) eine Liste mit Seiten verteilt, die sie gerne sperren würden. Diese Sperrliste hat der Chaos Computer Club Zürich veröffentlicht.

Lustig ist, dass SAFE eine Twitter-Suche zu dem Keyword “Urheberrecht” in die Startseite eingebettet hat. Und so gibt es derzeit fast nur Tweets zu sehen, die auf den Netzpolitik.org-Bericht hinweisen – und darüber steht passender Weise “Was macht die SAFE im Internet?”. :-)

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Links 16

SPIEGEL: Steinbrück beklagt sich über geringes Kanzler-Gehalt
Bwahahahaha! An der Stelle sei mal auf die ARD-Doku “Rot-Grün macht Kasse” verwiesen, in der wunderbar dargelegt wird, wie sich die Wirtschaft bei den Politikern – auch Bundeskanzlern – hinterher bedankt.

heise.de: Bundeskartellamt verhängt Geldbußen gegen ProSiebenSat1 und RTL

Nach Feststellungen des Kartellamts haben sich die beiden Sendergruppen in den Jahren 2005 und 2006 darüber abgesprochen, ihre digitalen Free-TV-Programme in SD-Qualität künftig nur noch verschlüsselt auszustrahlen und dafür ein zusätzliches Entgelt zu verlangen.

Jetzt müssen sie zusammen rund 55 Millionen Euro Bußgeld zahlen und ihre “wesentlichen” digitalen FreeTV-Programme in SD-Qualität ab 2013 mindestens 10 Jahre unverschlüsselt und entgeltfrei anbieten.
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Megaupload-Server

Haha, was ist das denn für ein geiler Funfact: Nach dem Megaupload-Raid haben die US-Behörden die Server zwar kopiert, jedoch die Hardware nicht beschlagnahmt. Der Megaupload-Anwalt versucht jetzt, die Server zu retten, die bei den beiden Unternehmen Carpathia und Cogent stehen. Da das Geld von Megaupload ja eingefroren wurde, können die Februar-Rechnungen nicht bezahlt werden und in einem solchen Fall werden die Server üblicher Weise plattgemacht.

Megaupload.com offline genommen *UPDATE 8*

Na das ist ja wirklich super: Einen Tag nach dem SOPA-Protest hat das FBI Megaupload.com zugemacht. Gleichzeitig wird bekannt, dass nicht Gründer Kimble sondern der HipHop-Produzent Swizz Beatz CEO von Megaupload sein soll.

FBI gegen Kimble, da kann es auch nur Gewinner geben. Popcorn für alle! :-)

UPDATE: Pressemitteilung vom FBI dazu.

UPDATE 2: Hier ist die Anklageschrift. (via Fefe)

UPDATE 3: Schaut mal bei Torrentfreak die Nummernschilder der Autos an, die das FBI beschlagnahmt hat. :-)

UPDATE 4: War ja irgendwie klar, dass Anonymous jetzt nichts besseres zu tun hat als Behördenseiten und Seiten der Plattenlabels zu dossen. das ganze nennen sie #OpMegaUpload. m(

UPDATE 5: Autsch, die Piratenpartei vergleicht Megaupload mit The Pirate Bay. m( Weshalb der Vergleich hinkt, hat @andreasdotorg schön zusammengefasst.

UPDATE 6: Haha, es gibt Fotos wie die Polizei die Autos beschlagnahmt, super! MAFIA, POLICE, STONED, HACKER, CEO – wirklich tolle Nummernschilder hat sich Kimble da besorgt. Schön ist auch der Kontrast, diese teuren schicken Wagen auf uralten Abschleppwagen zu sehen. :-)

UPDATE 7: Bwahahahaha, Kimble hat sich bei der Stürmung seiner Villa in einen Panikraum eingeschlossen, die Polizei musste diesen dann aufschneiden. Mich erinnert das spontan an diese Festnahme eines Mafia-Bosses.

UPDATE 8: Fefe hat übrigens noch eine kurze Erklärung, warum man nicht auf Kimbles Seite sein sollte. Schade dass die Piraten das Memo nicht bekommen haben. Wer am Wochenende Langeweile haben sollte, kann sich ja mal mit ausreichendem Popcorn die KIMBLE.txt reinziehen. Da sind auch Schlagabtausche zwischen Kimble und Fefe dabei, wirklich göttlich. :-)

Ich weiß, was du über BitTorrent geladen hast

Man fische aus dem BitTorrent-Netzwerk die IP-Adressen zusammen mit der Information, welche Datei diese IP-Adressen sharen. Dies sammele man in einer Datenbank, stelle diese samt Abfragefunktion ins Internet und schon kann man herausfinden, was eine IP-Adresse heruntergeladen hat. Das ganze ist Realität, auf youhavedownloaded.com.

Dort kann man nicht nur nach IP-Adressen suchen, man kann auch nach Dateien suchen. Die Datenbank hat über 51 Millionen Nutzer, über 105.000 Torrents und über 1,8 Millionen Dateien gelistet. Wohlbemerkt nur die Informationen, nicht die Dateien selbst. Laut den Machern sollen dies aber auch nur 20% des gesamten öffentlichen Torrent-Verkehrs sein.

Gemacht wurde die Seite vorallem zur Abschreckung: Auf einer Privacy-Seite schreiben die Macher, dass es nicht ausreicht, sich zu Hause zu verkriechen, denn dadurch ist man im Internet nicht anonym. Die Macher raten zu VPN und Proxys.