Film-Tipps: Im Netz / Einfach die Wahrheit / Homevideo

Draußen liegt Schnee und es steht ein langes Osterwochenende bevor. Was gäbe es besseres, als ein paar tolle Filme anzusehen? Ich hab kürzlich drei ARD-Filme gesehen, die ich hier empfehlen möchte.

Im Netz (bis 3. April in der ARD-Mediathek)
Inhalt: Die erfolgreiche Unternehmensberaterin Juliane Schubert wird von einem Sondereinsatzkommando aus dem Schlaf gerissen und muss 48 Stunden in Untersuchungshaft verbringen. Wie sich herausstellt, hat ein Fremder ihre Identität genutzt und damit unter anderem terrorverdächtige Materialien bestellt. Nun wird sie überwacht, der Verfassungsschutz sucht den Täter – und verdächtigt auch sie.

Fazit: Guter Thriller, der die Folgen eines Identitätsdiebstahls zeigt. Während sich die Ermittlungen am Anfang hinziehen, zieht das Tempo zum Ende hin an. Leider ist das Ende mit einem durchbrennenden Ermittler auch etwas unrealistisch.
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Cyberbu//y

Ich habe „Cyberbu//y“ gesehen, den ich mal empfehlen möchte. Man mische Teeniefilm mit dem Thema Cyberbullying und schütte eine Menge Drama drüber, fertig. Der Film ist recht gut und sollte meiner Meinung nach an Schulen gezeigt werden, damit die Kinder gegen solche Gefahren sensibilisiert werden.

In dem Film wird übrigens richtig bemerkt, dass man die Kinder nicht von dem Internet fernhalten kann. Auch die ständige Überwachung, was die Kinder im Netz machen, kommt als Lösung nicht in betracht. Es ist also kein „Das Internet ist böse!!11einself!“-Film, wie man es sonst aus Fernsehbeiträgen kennt. Gefällt mir.

Die deutschen Gesetze könnte man in dem Punkt auch mal fixen.

Cyber-Mobbing kann strafbar sein. Betroffene von Cybermobbing finden bei der Polizei-Beratung nützliche Tipps. Auch über die Nummer gegen Kummer kann man sich beraten lassen.

Thomas G. Hornauer vs. Der Gründer

Der „Kanal Telemedial“-Gründer Thomas G. Hornauer ist gegen den Parodie-Film „Der Gründer“ von Eric Hordes vor dem Landgericht Stuttgart rechtlich vorgegangen und hat erreicht, dass Hordes den Film Hornauer und dessen Anwalt vorab zeigen muss und Hornauer Änderungswünsche äußern darf. Und nein, das ist kein Scherz:

(via Gründer-Facebook-Page)

Funfact zu "23 – Nichts ist wie es scheint"

Vielleicht kennt der ein oder andere den Film „23 – Nicht ist wie es scheint“. Es geht darin um Karl Koch und den KGB-Hack. (Bitte lest bei Wikipedia falls euch das nichts sagt.) In dem Film spielt auch die Zahl 23 sowie deren Quersumme 5 eine Rolle.

Der Darsteller, der in dem Film Karl Koch spielt, heißt August Diehl und dieser ist seit 2001 mit der Schauspielerin Julia Malik verheiratet. Die beiden haben 2009 eine Tochter bekommen. Ratet mal, an welchem Tag das Kind geboren wurde.

Am 23.05. – war doch klar, oder? Um das ganze noch abzurunden: Zum Zeitpunkt der Geburt war Julia Malik 32 Jahre alt (23 umgedreht).

Die 23 verfolgt einen wirklich überall… ;-)

Lese-Tipp: Zensur von BPjM und FSK

Vor einiger Zeit habe ich einen ausführlichen, dreiteiligen Bericht von 2009 über die Zensur von Filmen durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Medien (BPjM) und der Freiwiligen Selbstkonstrolle Filmwirtschaft (FSK) gelesen, den ich empfehlen möchte:

1. Teil: Wie ich einmal versuchte, einen indizierten Film zu kaufen
2. Teil: Einmal gefährdungsgeneigt, immer gefährdungsgeneigt
3. Teil: Amokläufer unter sich

Die Artikel sind zwar bei Telepolis, aber der Autor Hans Schmid scheint in der Tat seriös zu sein. Das Internet sagt, dass er Filmwissenschaftler ist und bei der Uni München als Dozent tätig sein soll. Leider scheint er keine eigene Website zu haben.

Und was Schmid schreibt, ist interessant. Man erfährt einiges darüber, wie die eigentlich guten Ansätze von BPjM-Verbote und FSK-Einstufungen in der Praxis total aus dem Ruder laufen. Nicht nur die Zensur von Filmen kritisiert er, sondern auch die Probleme die durch die FSK und die BPjM entstehen. Ein Beispiel ist, dass es schwierig ist über indizierte Sachen zu schreiben, da für diese das Werbeverbot gilt. Am Ende des zweiten Teils führt er das auch recht genau aus.

Ihr solltet euch das definitiv mal durchlesen, weil es wirklich sehr interessant ist. Bei der Länge hätte man schon fast ein Buch draus machen können, viel mehr fänd ich es aber toll wenn es das mal (aktualisiert) als Podcast oder Radio-Feature gäbe.