Informations-Revolution

Die Medien berichten gerade davon, dass ein 18jähriger aus Wiesbaden auf Facebook eine „Revolution“ angekündigt hat. Daraufhin hat ihn die Polizei eingebuchtet, ihn erwarten nun bis zu 10 Jahre Jugendstrafe und er ist in eine Psychiatrie gesteckt worden.

Das ist erstmal ziemlich hart, wenn man bedenkt, dass ein 18jähriger nur eine „Revolution“ auf Facebook angekündigt haben soll. Bis hierhin kann man sogar denken, dass das vermutlich nur ein Spaß-Eintrag war.

Ganz anders wird es, wenn man sich die Lokalpresse ansieht, dort heißt es:

Als der Schüler festgenommen wurde, hat die Polizei eine Schreckschusspistole – allerdings ohne Munition – und einen Teleskopschlagstock bei ihm sichergestellt.

Die Schule hatte am Mittwochmittag die Polizei alarmiert, weil der 18-Jährige auf Facebook gedroht habe, alles in die Luft zu sprengen und eine „Revolution“ angekündigt habe.

Die Polizei scheint diese Informationen bewusst zu unterdrücken, vermutlich um Trittbrettfahrer zu vermeiden. Dumm nur, dass sie damit Nährboden für Vermutungen gibt, denn jeder denkt dabei natürlich schnell daran, dass Wiesbaden ein kleiner China-Staat wäre.

Während ich den Artikel schrieb, hat die Frankfurter Rundschau noch das mit den Waffen veröffentlicht, aber den Wiesbadener Kurier scheinen die weiterhin zu ignorieren. Qualitätsjournalismus aus dem Hause DuMont.

Die dunkle Seite von "Innocence in Danger"

Ich habe ja geahnt, das bei „Tatort Internet“ einiges faul ist. Die Frankfurter Rundschau hat mal dem Verein der da von Stefanie zu Guttenberg angepriesen wird hinterherrecherchiert. Was da an Klärschlamm zu Tage gebracht wurde, muss sich jeder mal komplett drüben durchlesen.

Irgendwie passt der Verein absolut zu RTL2 und dem Format „Tatort Internet“.