Kanada: Tschüss Kyoto-Protokoll

Haha, sehr schön: Kanada zeigt mal, dass die Weltklimagipfel-Treffen nur eine Farce sind und kündigt das Kyoto-Protokoll, dass im Dezember 2012 ohnehin ausläuft. Auf dem Weltklimagipfel letztes Wochenende wurde das Kyoto-Protokoll aber verlängert, 2015 soll es dann ein neues Abkommen geben welches 2020 wirksam werden soll.

Money-Quote:

Mit dem Ausstieg vor dem Jahresende vermeidet Kanada, wegen Nicht-Erfüllung seiner Zusagen zum Abbau von CO2-Emissionen noch hohe Strafzahlungen leisten zu müssen.

Haha, super! Ich wette mal, dass Deutschland für solche Tricks wieder zu doof ist und dann später Strafzahlungen an irgendwen zahlen darf. Unsere Politiker sind ja bekannt dafür, dass sie das imaginäre Geld zum Fenster raus werfen. :-)

Oh und die USA haben das Kyoto-Protokoll übrigens immernoch nicht unterzeichnet. Bei Bush war das ja klar, aber auch Obama hat das nicht unterzeichnet. Change we can believe in!

Bush vs. Schröder

Der Kampf der Ex-Regierungschefs. Was war passiert? Ex-Präsident George W. Bush hat vor kurzem seine Memoiren „Decision Points“ („Entscheidungspunkte“) veröffentlicht. In diesem beschuldigt er Ex-Bundeskanzler Schröder, das dieser sich nicht an zugesagter Unterstützung beim Irak-Krieg gehalten habe. Dazu habe es am 31. Januar 2002 ein Gespräch gegeben. SpOn schreibt:

Schröder erklärt dagegen nun, dass es in dem Gespräch um die Frage gegangen sei, ob die Terroristen, die für die Anschläge des 11. September 2001 in den USA verantwortlich waren, von Saddam Hussein unterstützt würden. „Wie auch bei meinen späteren Treffen mit dem US-Präsidenten habe ich damals deutlich gemacht, dass Deutschland, sollte sich der Irak wie zuvor Afghanistan tatsächlich als Schutzraum und Zufluchtsort für al-Qaida-Kämpfer erweisen, zuverlässig an der Seite der USA stehen würde“, heißt es in der Erklärung. „Dieser Begründungszusammenhang war jedoch, wie sich im Laufe des Jahres 2002 herausstellte, falsch und konstruiert.“

Ja, selbst der Schröder hat gemerkt, das da was nicht stimmt. Und jetzt wirft Bush ihm vor, nicht seiner Propaganda geglaubt zu haben. Allerdings ist da ja noch was:

Einige Monate später sei Schröder dann von der Zusage abgerückt, beklagt der frühere US-Präsident. Grund sei offenbar der Bundestagswahlkampf gewesen.

Tatsächlich hat Schröder im Wahlkampf von seinem Anti-Kriegskurs profitiert. Allerdings haben sich seine Bedenken im Nachhinein als begründet erwiesen: Anders als von der US-Regierung propagiert, war der Irak bei weitem kein Hort des internationalen Terrorismus und in keinem Fall mit Afghanistan vergleichbar. Erst nach der US-Invasion versank das Land im Chaos. Die historische Wahrheit dürfte damit näher bei Schröder liegen als bei Bush.

Ich denke, das kann man so stehen lassen. Selbst wenn Schröder sich aus dem Grund des Bundestagswahlkampfes gegen den Irak entschieden hat, so ist mir das alles noch lieber als wenn er da die volle Kriegstour gefahren hätte, so wie es Merkel und Guttenberg gerade machen.

[Übrigens: Schaut mal, was laut Amazon neben den Memoiren von Bush ebenfalls oft zusammen gekauft wird.]