Bis wir die IP in der Firewall blockiert haben

Schöner Bash zur Hochzeit von William und Kate:

<sobyte> Bei uns in der Firma haben eben alle Damen die Hochzeit per Livestream geschaut, bis wir die IP in der Firewall blockiert haben.

Und wo wir schon bei Willi & Kate sind: Mir ist auch noch dieses Meme über den Weg gelaufen. :-)

Julian Assange wird zur Marke

Netzpolitik berichtet: WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat seinen Namen als Marke angemeldet. Die Marke soll folgendes abdecken:

Class 41: Public speaking services; news reporter services; journalism; publication of texts other than publicity texts; education services; entertainment services.

Ich vermute, dass das mit der bald kommenden Biografie von Assange zusammenhängt. Dennoch hat das ganze einen schalen Beigeschmack. “Inside WikiLeaks” existiert übrigens nicht als Marke.

Dafür hat eine gewisse Natascha Bolden im Dezember die Marke “WIKILEAKS” [sic!] in Deutschland angemeldet. Mal sehen was daraus wird.

Und jetzt noch ein kleines Abschweifen: Im letzten Sommer hatte ich ja mal über Lena als Marke berichtet und mittlerweile gibt es da ein Update, was ich hier mal noch erwähnen will: Die ursprüngliche Anmeldung wurde nicht angenommen, jedoch ist “Lena Meyer-Landrut” in der Tat nun eine Marke, die auf Lena und Raab TV eingetragen wurde.

Irgendwie sind Markenanmeldungen manchmal doch spannend.

Journalist klaut Bloggercontent

Ein schöner Lacher: SUN-Journalist klaut Zitate aus einem Interview zweier Blogger mit einem Fußballstar und gibt es als eigenen “Exklusiv”-Content aus. Ausgerechnet die SUN, die zu dem Imperum von Rupert Murdoch gehört und somit im Kreise der “Hilfe, wir Zeitungen sterben weil im Internet alle alles kostenlos haben wollen!!11einself!”-Fraktion ist.

Immerhin ist die SUN ein Klatschblatt wie die BILD, von solchen “Zeitungen” erwartet man ja ohnehin keine Seriösität.

(via Caschy)

China löscht 60.000 Internetseiten

Yes, China:

China hat im Zuge einer Kampagne gegen “pornografische und vulgäre“ Inhalte im Internet innerhalb eines Jahres 60.000 Websites geschlossen sowie 350 Millionen Texte, Fotos und Videos gelöscht. Auch wurden im Zuge dieser Kampagne 5000 Personen bestraft.

Da steht natürlich auch die Anschuldigung im Raum, dass die da auch nebenbei ein paar politische Sachen gelöscht haben, was für autoritäre Staaten nicht ungewöhnlich wäre.

Das verwundert nicht, ist aber erwähnenswert, weil Großbritannien in Zukunft ebenfalls keine pornografischen Internetseiten mehr will. Die wollen zwar erstmal nur Internetsperren errichten, aber wer weiß wie weit das dort noch gehen wird, wenn die das erstmal durchbekommen haben (was wir mal nicht hoffen).

In “Good old England” könnten also bald auch schon chinesische Zustände herrschen. Willkommen in Europa.

WikiLeaks, DA-Notice und Deutschland

Die Amis rennen gerade von Land zu Land und warnen, das WikiLeaks hochbrisante Sachen veröffentlichen würde. In Großbritannien wurden sogar DA-Notice rausgegeben – und zwar 1 und 5. Dazu Wikipedia:

A DA-Notice or Defence Advisory Notice (called a Defence Notice or D-Notice until 1993) is an official request to news editors not to publish or broadcast items on specified subjects for reasons of national security. The system is still in use in Britain.
[...]
* DA-Notice 01: Military Operations, Plans & Capabilities
[...]
* DA-Notice 05: United Kingdom Security & Intelligence Special Services

Das ist genau das Verfahren, das Kauder vor ein paar Tagen für die deutsche Presse im Rahmen der Terrorpanikmache-Berichterstattung gefordert hatte. Da sieht man, welch Glück wir haben, das es sowas bei uns nicht gibt, sonst würden die Amis jetzt durch sämtliche deutsche Nachrichtenredaktionen rennen und den Journalisten auch hierzulande eine Berichterstattung über die anstehenden WikiLeaks-Dokumente verbieten.

Übrigens: Es ist eine gute Zeit, die “insurence”-Datei runterzuladen.