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Mario Sixtus hat den zweiten LSR-Entwurf geleakt, Heise wollte ja nicht.

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Interessante Verbindungen zwischen Bushido und dem CDUler Christian von Stetten, bei dem Bushido sein Praktikum gemacht hat.
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CCTV: Videoüberwachung in der Kritik

Die ZEIT ist jetzt auch darauf gekommen, dass die Videoüberwachung in Großbritannien bei der Randale kläglich versagt hat. Und (Überraschung!) selbst die Polizei fordert, dass es mehr Personal geben soll, stattdessen sollen weitere Stellen gestrichen werden. Ähnlichkeiten mit Deutschland sind bestimmt rein zufällig.

Übrigens ist mir dazu ein passendes Lied eingefallen: “Handlebars” von Flobots. Den Videoclip gibt es hier auf MyVideo. Die singen, dass die Politiker mächtig und sicher sind, bei Aufständen könnten die Politiker Zwangsimpfungen und zielsichere Tötungen per Satellit bis hin zu Völkermord erwirken.

Soweit ist es in England dann zum Glück doch nicht gekommen, aber die Single aus 2008 passt doch recht gut zu den Ereignissen in England.

Überwachung verhindert keine Gewalt

Immer wieder wird von unseren Politikern gesagt, dass man mittels Überwachungskameras Gewalt, Überfälle usw. verhindern könne. Dass dieses Argument natürlich nicht stimmt, kann man derzeit bei der Randale in England sehen.

Die “Londonriots” lassen sich durch das CCTV, welches in London doch recht flächendeckend eingesetzt wird, nicht abschrecken, zu randalieren und Häuser anzuzünden. Die Metropolitan Police hat jetzt auf Flickr sogar angefangen, erste CCTV-Bilder von Verdächtigen zu veröffentlichen. Trotzdem nimmt die Gewalt nicht ab.

Wieder einmal ist ein Überwachungs-Argument in der Realität widerlegt worden. Selbst, wenn durch die CCTV-Bilder viele Leute im Nachhinein festgenommen und verurteilt werden, so kann man die Straftaten durch die Kameraüberwachung nicht verhindern.

Ich hoffe, dass die Politiker das auch endlich mal merken.

CDU lässt Satirevideo auf YouTube löschen

Es gab schon immer Stimmen die gesagt haben, dass wenn YouTube mit dem Löschen für die Contentindustrie anfängt, dass auch bald politische Sachen gelöscht werden können. In England ist das schon seit einiger Zeit Realität.

Jetzt ist auch ein Satirevideo über die CDU Berlin gelöscht worden – angeblich wegen Urheberrechtsverletzung:

Leider weiß ich nicht welches Video dort war und ob es wirklich eine Urheberrechtsverletzung war, zumal es nach dem “Kalkofe-Urteil” (BGH I ZR 282/97) ohnehin eine Einzelfall-Bewertung bräuchte, inwieweit die Verwendung des vermeintlichen urheberrechtlichen Materials nicht doch zulässig war.

Wenn die deutschen Parteien jetzt aber anfangen, Videos auf YouTube löschen zu lassen, sind wir von den “Englischen Verhältnissen” nicht mehr weit entfernt.

(via @sixtus)

UPDATE: Auf YouTube ist eine Kopie des Satire-Clips vorhanden, mal sehen wie lange.

"Restrisiko": Kernschmelze alle 23 Jahre wahrscheinlich?

Oh das ist ja mal interessant: Eine Grünen-Politikerin aus Österreich hat 1999 eine Dissertation über Atomkraftwerke gemacht und dabei errechnet, dass es etwa alle 23 Jahre eine Kernschmelze auf der Welt geben wird.

Die Zahl trifft zwischen Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011) mit knapp 25 Jahren glatt zu. Zwischen Tschernobyl und Sellafield (1957) waren es immerhin 29 Jahren. Und wenn wir noch Three Miles Island (1979) dazuzählen, dann passt das schon nicht mehr, dann wären es zwischen Sellafield und Three Miles Island zwar 22 Jahre, aber zwischen Three Miles Island und Tschernobyl nur 7 Jahre.

Also so ganz unrecht hat die nicht, aber als Gleichung passt das auch nicht. Ansonsten müssen wir damit rechnen, dass in den nächsten 5-10 Jahren schon die nächste Kernschmelze bevorsteht. Ich hoffe nicht, dass diese Rechnung aufgeht.

Immerhin sind diese Zahlenspiele schonmal ehrlicher als die der Atommafia, die popangiert dass innerhalb von 100.000 Jahren nur ein Atomkraftwerk hochgeht. Wahrscheinlich machen wir alle eine Zeitreise, weshalb die Abstände so klein sind.