Links 13

Neue Links, diesmal mit ganz viel digitaler Demenz.

CARTA: Zwischenbilanz zu Spitzers “DigitaleDemenz”
Martin Lindner, selbst Hirnforscher und Dr.phil.habil. (Literaturwissenschaft, Semiotik, Medienwissenschaft) über Spitzers Buch:

Sobald man ein klein wenig näher hinschaut (was NormalleserInnen nicht tun und auch kaum können), sieht man, dass es hier keine (!) klaren wissenschaftlichen Ergebnisse gibt, die als bewiesen gelten dürfen – obwohl Spitzer ständig gegen seine Feinde, die Medienpädagogen, polemisiert und auf “über 200 Studien” verweist, die er ausgewertet habe.

taz: Keinen Plan vom Netz
André Spang, twitternder Lehrer und Pianist:

Wenn man das Netz produktiv nutzt, dann wird es auch den Verstand fordern. Oberflächlicher Konsum hingegen selbstverständlich nicht. Genau hier liegt aber das pädagogische Potenzial: Dass Schüler lernen, Inhalte produktiv und ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend zu gestalten. Dabei selbstbestimmt vorzugehen und sich auch Fragen, Ziele und Antworten selbst zu stellen.

Der Artikel ist sehr lesenswert, denn er schreibt dort auch, wie man z.B. Blogs und Wikis im Unterricht einbinden kann. Das klingt alles sehr vernünftig.
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Gekaufter Doktortitel im Personalausweis

Erinnert ihr euch noch daran, dass es bei Groupon Doktortitel zu kaufen gab? Mit einem solchen gekauften Doktortitel hat sich ein Journalist jetzt zum Test einen Personalausweise ausstellen lassen. Das hat geklappt, weil es keine Möglichkeit gibt, solche Urkunden zu überprüfen: Es gibt kein Zentralverzeichnis von Promotionsarbeiten, die Urkunden haben keine Sicherheitsmerkmale, nichtmal ein einheitliches Layout – jede Universität kann die Urkunde so gestalten, wie sie will. Mit anderen Worten:

Die Sachbearbeiterin kann sich da nur auf den Augenschein verlassen.

Für jeden Scheiß haben wir Datenbanken (hier ein paar), nur zur Überprüfung von Promotionsarbeiten natürlich nicht. Wobei ich da für eine öffentlich einsehbare Datenbank wäre, damit auch Personalchefs solche Schwindler entlarven können. Die Daten sind in den veröffentlichten Dissertationen ohnehin schon öffentlich, werden nur leider nicht gesammelt.