BND-Trojaner kann noch mehr

Sieh an, der Abteilungsleiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Bundeskanzleramt, Günter Heiß, meldet sich zu Wort und plaudert über BND-Trojaner:

Dieser hatte der Zeitung gesagt, die Staatstrojaner seien „multifunktionale Rohlinge“, die weit mehr Fähigkeiten hätten als rechtlich zugelassen. Der BND greife offenbar auf mehrere Hersteller zurück. „Der BND macht mehr eigenständig und unabhängig als andere“, heißt es laut Stuttgarter Nachrichten aus Sicherheitskreisen. Zudem werden Bundesbehörden nicht selten um Amtshilfe gebeten, so dass Staatstrojaner mit illegalen Funktionen möglicherweise auch weiterverliehen werden.

Na, jetzt wird es ja richtig spannend. Und immer dann, wenn es spannend ist, kommt die Werbung das Dementi:

Heiß, der von 2006 bis 2009 Verfassungsschutzpräsident von Niedersachsen war, will aber lediglich verschiedene theoretische, abstrakte Möglichkeiten aufgezeigt haben. Dass diese auch in der Praxis umgesetzt worden seien, habe er nicht behauptet, berichtet die Zeitung.

Nein, natürlich nicht! Die Behörden würden NIE, ich betone NIE!!einself11!, auf die Idee kommen, ihr Spielzeug auch zu benutzen. Die stellen sich die Trojaner auf Festplatten und USB-Sticks schön in einem Schaukasten im Foyer auf, damit sie immer sagen können „Guck mal, das sind die Dinger, die wir nicht benutzen dürfen“.