Buch: Hackerbrause – kurz & geek

Die Autoren vom Blog hacker.brau.se haben ein Buch über Hackerbrause herausgebracht. Das 143-Seiten-Büchlein liegt hier schon eine Weile, dabei wollte ich darüber doch bloggen. Also los. So sieht’s aus:

Im Buch erfährt man anfangs einiges über die Verbreitung von Club-Mate in Deutschland und den USA, bis es auf einen Abstecher in die Medizin-Ecke geht, in der über Koffein und dessen Wirkung wie Gesundheit allgemein aufgeklärt wird. Anschließend werden nacheinander die Pflanzen Mate und Kola beleuchtet, es folgen Geschichten zu bekannten Brause-Marken und zugehörige Rezensionen zu verschiedenen Brausen. Zum Ende hin wird sich der Geschichte der Energy Drinks gewidmet, bevor am Schluss einige Rezepte aufgelistet werden.

Der Schreibstil im Buch richtet sich an Geeks, somit finden sich Smilies oder Wörter wie „Update“ ebenso wie kleine Rants inklusive „in your face„. Auch ein paar Fotos und Zeichnungen sind vorhanden, allesamt in schwarz-weiß. Das kleine Buchformat (ca. 11 cm breit und ca. 18 cm hoch) ist praktisch, um das Buch in die Hosentasche zu stecken und überall mit hinzunehmen.

Drei Dinge sind mir aber negativ aufgefallen: Bei einigen Brause-Rezensionen hat das Getränk zwar 5 Sterne (die Höchstbewertung), im folgenden Rezensions-Text wird die Brause aber als schlecht beschrieben. Wie passt das zusammen? Dann sticht der teilweise feministische Schreibstil negativ heraus. Ich finde es einfach albern, wenn man „frau“ statt „man“ schreibt. Am meisten stört jedoch, dass das Buch viel zu stark gebunden ist. Selbst wenn man den Buchrücken kaputt knickt, muss man beim Lesen recht stark gegen das Zusammenklappen des Buches drücken. Auf Dauer macht das nur begrenzt Spaß.

Fazit
Inhaltlich ist das Buch super, da es viel über die Geschichte von diversen Brausen und dessen Pflanzen enthält. Die Brause-Rezensionen sind hilfreich und bieten einen echten Mehrwert in dem Buch. Die Buchbindung könnte aber besser sein.

Danke an den O’Reilly-Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Details
Titel: Hackerbrause – kurz & geek
Autoren: Kathrin Ganz, Jens Ohlig, Sebastian Vollnhals
ISBN: 9783868991413
Verlag: O’Reilly
Preis: 9,90 €

taz-Recherche 2.0

Stellt euch vor, ihr würdet einen Hacker zum Interviewen suchen. Wie würdet ihr den finden? Quatsch, doch nicht aufwändige Recherche betreiben und in der Szene auf die Suche gehen, es gibt doch dieses Internet. Das dachte sich jedenfalls die taz und twitterte:

Wir suchen einen Hacker. Dringend! Es geht darum, für eine engagierte Nachwuchsjournalistin einen Interviewpartner zu finden.

Scheinbar haben sie auch jemanden gefunden. Komisch ist aber, dass die taz nichts von Tito von Hardenberg gelernt hat, vorallem weil sich heutzutage jedes Kiddie als „Hacker“ bezeichnet. Wenigstens steigert das die Spannung, welchen Typen sich die taz da gekrallt hat. :-)

Nachtrag zum Datenleck bei der CDU

Die Union Betriebs-GmbH hat es heute(!) tatsächlich geschafft, eine Antwort auf meine E-Mail vom Freitag zu schicken. Abzüglich des Wochenendes haben die also ganze drei Tage gebraucht, was schon beachtlich ist. Vielleicht reagieren sie bei einer @spiegel.de-Adresse schneller? Müsste man mal austesten. ;-)

Zur Sache: Wie bei Heise schon geschrieben, sind 5.800 Mitglieder von dem Datenleck betroffen. Zu der „zeitverzögerten Information der Betroffenen“ (immerhin zwei Jahre) sei es gekommen, da „zum Zeitpunkt des unberechtigten Zugriffs nicht zu erkennen war, ob und welche Daten kopiert wurden.“ Ich weiß ja nicht, aber wenn der Verdacht darauf vorliegt, würde ich als Betreiber auch diesen Verdacht mitteilen.

Außerdem frage ich mich: Wenn die Union Betriebs-GmbH nicht weiß, wie viele Daten entwendet wurden, woher sind die sich dann sicher, dass nicht alle damaligen Mitglieder betroffen sind? Nur weil jetzt Daten von 5.800 Mitgliedern aufgetaucht sind, heißt das ja nicht, dass es nicht noch mehr Daten gibt. Immerhin haben die Hacker somit jetzt die Bestätigung, dass die Daten echt sind.

Auch zum HTTPS äußert sich die Union Betriebs-GmbH:

Wir werden beim nächsten Update des CDUnet eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung berücksichtigen.

Na, wenigstens etwas.

Datenleck bei der CDU

Haha, super: Die CDU, die ja immer gerne Facebook und Google anprangert, hat jetzt selbst ein Datenleck. Mitgliedsdaten der Parteiplattform CDUnet sind entwendet worden, darunter Name und E-Mail-Adressen der Betroffenen. Die Daten sollen auf dem CCCamp11 aufgetaucht sein, es sollen „nur“ 4.000 Datensätze sein.

Der Oberknüller kommt aber noch: Der Hackerangriff hat bereits im August 2009(!) stattgefunden, erst weil die Daten am 12. August 2011 im Internet aufgetaucht sind, werden die Mitglieder jetzt nach zwei Jahren darüber informiert. Wären die Daten nicht aufgetaucht, hätte die CDU wohl nie über den Angriff informiert.

Tja, Wasser predigen aber Wein trinken. Es ist aber auch kein Wunder, dass dort Daten abgegriffen wurden, das CDUnet hat nichtmal HTTPS.

Die Union Betriebs-GmbH hat den Angriff gegenüber Heise bestätigt, will sich aber nicht zu Details äußern. Meine Anfrage ist bislang noch unbeantwortet.

Gott hasst Hacker und Medien

Kommt grad in Twitter rum: „God Hates Hackers“. Das ist wohl von einer amerikanische Kirchengemeinde, über die Wikipedia folgendes sagt:

Die etwa 80-köpfige Gemeinde schart sich um den radikalen Prediger Fred Phelps, nach dessen Meinung der Tod von Soldaten sowie Erdbeben, Wirbelstürme und die Terroranschläge des 11. September 2001 Strafen Gottes für die Duldung von Homosexualität sind.

Und ihr könnt euch bei Wikipedia ja mal die Glaubensansichten durchlesen, da schüttelt man nur mit den Kopf. Auch die abgesagte Koran-Verbrennung wollten die selbst durchführen.

Ein schöner Lacher ist auch GodHatesTheMedia: Dort wird u.a. behauptet, Lady Gaga sei die Lieblingstochter von Satan. Das könnte glatt eine Satireseite von der TITANIC sein. Es wird aber noch lustiger, wenn man daran denkt, dass die Spinner das ernst meinen. :-D