Zack!

Der Preis für die beste Integration einer Print-Überschrift in den Online-Auftritt 2012 geht an das Hamburger Abendblatt:

abendblatt-gebuehren

Der Artikel „Zack! – Und gleich kostet es Gebühren“ handelt aber nicht von den irrsinnigen Paywalls der Zeitungsverlage sondern natürlich von dem neuen Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ) und der Verschiebung der neuen GEMA-Clubtarife. Übrigens, mobil ist der Artikel ohne Paywall sichtbar (Vorsicht, Springer-Zeitung).

BILD ist bei der Politik "nicht mehr kampagnenfähig"

Aus einem Vortrag von Kai-Hinrich Renner:

Tatsächlich aber ist der Einfluss, den die „Bild“-Zeitung auf die politische Meinungsbildung ihrer Leser hat, eher marginal. Wichtiger noch: „Bild“ ist, wenn es um zentrale Fragen der Politik geht, nicht mehr kampagnenfähig.

Lest euch mal den ganzen Vortrag durch, denn dann erfährt man zum Beispiel, warum die „Florida-Rolf“-Kampagne im Endeffekt für den Steuerzahler ein Schuss nach hinten war.

Ich weiß nicht, von wann der Vortrag ist, aber Renner selbst arbeitet derzeit auch beim Hamburger Abendblatt und der „WELT“ von Axel Springer. Das haben die bei der Vorstellung am Ende des BPB-Vortrages wohl (rein zufällig natürlich*) vergessen zu erwähnen. Den Vortrag kann man also nicht als objektiv bezeichnen, er sieht aber auch nicht nach Springer-PR aus.

(via @holgi via @timmito)

* Stammleser wissen es: Ich glaube nicht an Zufälle. ;-)

Der "Clean Tech Media Award" und der Umweltschein

Es gibt gerade eine Abstimmung über den „Clean Tech Media Award“. Dieser soll eine Brücke zwischen Industrie und Ideengebern schlagen, die Ideen zur Umwelt haben. Genauer:

Ausgezeichnet werden Pioniere der Umwelttechnik, die mit Innovationskraft und Begeisterung „grüne“ Technologien entwickelt haben. Ebenso wie Prominente, Medien- und Kulturschaffende, die durch ihr Engagement Botschafter eines ökologischen Lebensstils sind und die Popularität nachhaltiger Technologien fördern.

Ein Preis für Umweltprojekte also. Tja, nur dumm, dass die Hauptsponsoren Vattenfall und Opel sind (Bonus-Lacher: Als Medienpartner hat sich lediglich Springer mit „DIE WELT“ und „Hamburger Abendblatt“ bereit erklärt). Gut, dank Atomkraftwerken und Autoabgasen ist die Glaubwürdigkeit dieses „Umwelt“-preises zwar schon weg, aber mit dieser Nominierung wird noch einer draufgesetzt:

Während RWE weiter auf Atomkraft setzt und wegen der Abschaltung von Biblis A beim Moratorium Klage eingereicht hat, will sich das Tochterunternehmen RWE Effizienz GmbH dort als „Pioniere der Umwelttechnik“ feiern lassen.

Wer den „Clean Tech Media Award“ jetzt ernsthaft noch für einen Umweltpreis hält, sollte nochmal von vorne lesen. Es ist sicherlich auch kein Wunder, dass weder BUND, noch Greenpeace, noch irgendeine andere Naturschutzorganisation diesen Preis unterstützt.