Beschlagnahmt und verteilt

Nach der Handy-Story neulich gibt es noch eine Steigerung: Polizisten in Kalifornien haben bei beschlagnahmten Handys nach Nacktbildern gesucht und diese weitergeschickt.

Insgesamt habe er in den vergangenen Jahren in einem halben Dutzend Fälle Bilder von Nackten oder leicht Bekleideten gestohlen und verteilt. Er habe diese Suche nach Fotos über seine Kollegen in Polizeirevieren in Los Angeles sowie dem kalifornischen Dublin kennengelernt. Die Bilder wurden dabei offenbar an einen eingeschworenen Kollegenkreis, aber auch an externe Personen geschickt.

Unfassbar. Es wird Zeit, dass Smartphones standardmäßig verschlüsselt sind.

Beschlagnahmt und kopiert

Was passiert eigentlich, wenn das Smartphone von der Polizei beschlagnahmt wird? In einem Fall haben Drogenfahnder in den USA das Smartphone einer Frau beschlagnahmt, sie wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Bevor sie das Handy zurück bekam, hat ein Fahnder ihre Fotos kopiert und anschließend mit den Fotos unter ihrem Namen vier Jahre lang eine „Undercover-Facebook-Seite“ betrieben:

Ziel der Aktion war es laut den US-Strafverfolgungsbehörden, gegen Straftäter im Umfeld der Frau zu ermitteln. Der Drogenfahnder nahm Gerichtsakten zufolge nicht nur Freundschaftsanfragen an, er stellte auch aktiv Anfragen an Mitglieder des Netzwerks, nach denen gefahndet wurde.

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Best of 28C3 – Teil 1

Der 28C3 ist vorbei. Ich war ja nicht da, also werde ich mir jetzt einen Haufen Vorträge die nächsten Wochen reinziehen (aber nicht alle). Die Videos gibt es auf dem CCC-FTP oder beim FEM als Downloads & Torrents, ich schreibe hier mal was zu den bisher geguckten Videos. Zweiter Best-of-Teil folgt dann später. :-)

4675 – „Die Koalition setzt sich aber aktiv und ernsthaft dafür ein“
Martin Haase hat sich mal wieder die Reden von Politikern angeguckt, diesmal geht es nicht um Neusprech sondern um die Nebelkerzen von Politikern. Einfach mal wieder super gemacht und sehr spaßig.

4738 – Echtes Netz
Markus Beckedahl und Falk Lücke stellen die Kampagne „Echtes Netz“ vor, die von der Digitalen Gesellschaft e.V. im nächsten Jahr gestartet wird.

4740 – Frag den Staat
Vorstellung der Seite fragdenstaat.de, über die man Informationsfreiheit-Anfragen an Behörden stellen kann. Wirklich ein sehr nützliches Projekt, vorallem bei den Beispielen wie die Behörden teilweise ablehnen reagieren und Frag den Staat dann dort hinterherhakt. Außerdem wollen die Jungs die Berichte des Wissenschaftlichen Dienstes befreien, super!

4799 – Can trains be hacked?
Können Eisenbahnen gehacked werden? Darum geht es in diesem Talk, der veranschaulicht, welche Technik die Deutsche Bahn nutzt. Überwiegend geht es aber um die generelle Infrastruktur in Sachen Eisenbahn-Technik, aber natürlich werden Sicherheitsprobleme angesprochen – auch was die Zukunft betrifft. Sehr interessant.

4804 – Politik hacken
Mehrere Beispiele, wie man die Politik hacken kann: Falschinformationen streuen, Fake-Twitter-Accounts und so weiter. Hat der Linus gut gemacht. ;-)

4866 – Fnord Jahresrückblick
Wie in jedem Jahr blicken Fefe und Frank auf ein ereignisvolles Jahr zurück, diesmal gibt es am Anfang ein cooles Intro aber auch ein paar Tonprobleme.

4869 – TRESOR
Festplatten-Verschlüsselung ist gut, sagt man. Stimmt aber nicht ganz, denn auch bei TrueCrypt und Co. gibt es Angriffsszenarien: Wenn der Verschlüsslungs-Key nämlich im RAM gespeichert wird, kann dieser unter bestimmten Vorraussetzungen ausgelesen werden. TRESOR ist nun eine Verschlüsselungsmethode, mit der der Key im CPU gespeichert wird und somit nicht mehr angegriffen kann. Sehr interessant sind auch die Zukunftsvisionen, die teilweise schon umgesetzt sind.

4876 – Sachsen dreht frei
Anne Roth zeigt, was bei #Handygate in Sachsen passiert ist. Sehr interessant, vorallem weil das Nicht-Verfolgen von Nazis in Saschsen scheinbar Methode hat, wie ein Kontraste-Interview mit einem Justiz-Pressesprecher in dem Vortrag zeigt. Schönster Satz dazu, dass die Busfahrer von Anti-Nazi-Demonstranten eine Menge über ihre Fahrgäste mit einem Fragebogen der Landesregierung Sachsen ausplaudern sollten: „Das finden auch einige seit der Wende eher ungewöhnlich.“ :-)

4908 – Jahresrückblick
Wie jedes Jahr der Rückblick, was der CCC gemacht hat. Teilweise lustig und durchaus interessant, nochmal die Aktivitäten aber auch Fails Revue passieren zu lassen. Die zentrale Message lautet: Mehr Dezentralisierung, das gilt nicht nur für die Jabber-Server sondern auch für neue Erfas. Auch Spenden an den CCC sind bei den Erfas besser aufgehoben.

Twenty Eleven und WordPress 3.2 [UPDATE]

Mit dem Update auf WordPress 3.2 gibt es auch ein neues Standart-Theme mit dem wohl griffgsten Namen „Twenty Eleven“ (ehemals Duster). Ich habe das Theme jetzt mal im Einsatz.

Damit habe ich dann auch erstmal das erst kürzlich eingeschaltete Mobile-Theme WPtoch wieder abgestellt, denn Twenty Eleven passt sich wunderbar der Browsergröße an und somit dürfte es auch auf mobilen Geräten kein Problem sein, den Blog gut betrachten zu können (falls nicht, nutzt die Kommentare ;-).

Bislang gefällt mir der Fullscreen-Mode und die interne Verlinkungssuche im HTML-Editor recht gut, beim Twenty Eleven Theme ist das Kommentarfeld recht gut gemacht. Allerdings mag ich die „Courier“-Schriftart im HTML-Editor nicht (muss ich mal versuchen per CSS zu ändern), die großen Artikel-Überschriften im Twenty Eleven Theme habe ich auch schon verkleinert.

Mal sehen, wie sich das Theme so macht. Wenn ich endlich mal Zeit, Lust und Motivation finde, bastel ich mal ein eigenes, aber leider funkt mir immer einer der drei Faktoren dazwischen.

UPDATE: Wo mich der @Seb666 schon fragt: Ja, das Header-Bild hab ich auch rausgeschmissen (wie schon bei Twenty Ten zuvor). Erstmal, weil ich nicht wüsste, welches Bild ich da reinsetzen sollte. Und dann, weil die Standard-Bilder unglaublich viel Platz wegnehmen, obwohl sie keinen Mehrwert bieten.

Und dann viel mir noch was ein: Das mit den „Formatvorlagen“ ist ja ganz nett gemeint von WordPress. Jetzt kann man also wie auf Tumblr bestimmen, ob der Artikel aus Text, einem Bild, einem Video, einem Link, einer Galerie, einem Zitat, einer Kurzmitteilung oder einer Statusmitteilung besteht. Schön und gut, aber wer will einen Tumblr-Abklatsch? Und wer garantiert, dass WordPress das nicht in ein, zwei Major-Versionen später wieder rauswirft, weil die Community es nicht haben will?

Ich glaube sogar, dass wenn in WordPress weiter soviele Funktionen reingepackt werden, es nicht lange dauern wird, bis ein „WordPress Light“ gestartet wird, wo einfach nur die Grundfunktionen zum Bloggen drin sind, wie sie Otto-Normal-Internetnutzer braucht, der sich nicht groß mit dem System beschäftigen will.

NEU: chriszim.com jetzt auch Smartphone-optimiert

Wieder etwas neues: Falls jemand von euch mit dem Smartphone von unterwegs hierher will, kriegt er nun ein Mobile-Theme. Das sollte den mobilen Zugang zum Blog deutlich vereinfachen.

Für Firefox gibt es übrigens das wunderbare Addon „User Agent Switcher“, mit dem man einen anderen User-Agent vortäuschen kann. So kam ich auch zu obrigem Screenshot, denn ich persönlich habe (noch) kein Smartphone. ;-)