E-Mail lesen als Dienstunfall

Die deutsche Justiz ist wirklich herrlich:

Die E-Mail eines Dienstvorgesetzten hat bei einem Beamten einer Landesbehörde „krankhafte Gedanken und Impulse“ ausgelöst. Diese Mail zeigte im Anhang freizügige Fotos von Frauen „in anstößiger Art und Weise“. Der Vorgesetzte hatte die Mail als eine Art “Kettenbrief” an seine Untergebenen geschickt.

[…]

Aufgrund dieser Störungen klagte der Beamte gegen das Land Nordrhein-Westfalen und bekam Zustimmung vom Verwaltungsgericht Düsseldorf (AZ: 23 K 5235/07). Die E-Mail des Vorgesetzten habe eine Erkrankung ausgelöst, die als Dienstunfall zu werten sei.

Für die Behandlungskosten und Spätfolgen hafte demnach der Staat.

WTF?!

Wegen einer E-Mail, die Erotikbilder beinhaltet, kriegt man direkt eine Erkrankung und kann sich die Behandlungskosten vom Vorgesetzten (bzw. in dem Fall vom Staat) zurückholen? Das ist ja super!

Also liebe Erotik-Spammer: Zieht euch warm an, wenn ihr mir freizügige Fotos von Frauen „in anstößiger Art und Weise“ zuschickt. Wer weiß, was für „krankhafte Gedanken und Impulse“ das dann bei mir auslöst und ihr dafür hinterher zahlen dürft! ;-)