FAZ veröffentlicht E-Mail-Texte

Erinnert ihr euch noch, wie damals FAZ und Co. die große Urheberrechts-Kampagne gefahren haben? Nun, sie selbst nehmen das mit dem Urheberrecht nicht ganz so genau:

Ein naives Vorgehen, was ja eigentlich nur bedeuten kann – die Einwilligung des Autors ist bei Veröffentlichungen in der „FAZ“ nicht notwendig. Hauptsache, genügend Redakteure haben eine Email erhalten. Dann landet der Text einfach direkt im Netz oder im Blatt, quasi als Raubdruck und unter Umgehung jeder Form des gesetzlich verankerten Urheberrechts.

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Leistungsschutzrecht: Ok, Google …

Axel Springer knickt ein und gibt Google eine kostenlose Nutzungslizenz, denn sie haben festgestellt, dass in nur zwei Wochen der Such-Traffic um fast 40 Prozent zurück ging. Von Google News kamen sogar fast 80 Prozent weniger Nutzer auf die Springer-Angebote. Dies hatte dann auch Auswirkungen in den Zahlen der IVM und AGOF – und somit auf die Werbeeinnahmen:

Bezogen auf das Gesamtjahr hätten die Rückgänge einen finanziellen Schaden im siebenstelligen Bereich pro Portal bedeuten können.

Fehlt nur noch das passende #OkGoogle-Bild. ;-)

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SPIEGEL Online mischt bei Firefox mit

Ohje: Katharina Borchert, Geschäftsführerin von SPIEGEL Online, ist im „Board of Directors“ der Mozilla Corporation gelandet. Ich befürchte, dass das für den Mozilla Firefox nichts gutes bedeutet.

Was ist denn der feuchte Traum der Verleger? Richtig, dass jeder Nutzer zahlt. Was wäre da besser, als eine LSR-Funktion in einen weit verbreiteten Browser rein zu kriegen? Eine Funktion, die merkt, auf welcher Seite welcher Text aufgerufen wird und dann der Nutzer dafür, im Hintergrund (ohne Paywall), zur Kasse gebeten wird? Dass die Online-Redaktionen bislang nicht rentabel sind, gießt da nur Öl ins Feuer.
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Letzter Tag vor dem #LSR

Heute ist der letzte Tag, bevor morgen am 1. August das Leistungsschutzrecht in Kraft tritt. Rivva hat nun die Reißleine gezogen, neben den Snippets die rausfallen werden zukünftig auch rund 650 Nachrichtenseiten mit ihren Blogs dort nicht mehr erscheinen. Schön wäre es, wenn Rivva ein technisches Opt-in zum Beispiel über ein Meta-Element machen würde.

Ausgerechnet Axel Springer – die das Leistungsschutzrecht am meisten lobbyiert haben – haben übrigens Google nun doch die Erlaubnis gegeben, Artikel-Titel und Snippets kostenlos zu nutzen. Told you so. Angeblich nur übergangsweise, aber Google wird sicherlich auch in Zukunft nicht zahlen.

Auch die anderen großen Zeitungen verzichten bei Google aufs Leistungsschutzrecht – und die FAZ gibt sogar zu, dass ein Google-Verzicht Reichweiten-Verlust bedeuten würde. Einige kleine Verlage bleiben hingegen standhaft in ihrem Irrglauben und fliegen raus, für die war Google News aber auch nicht so wichtig.

Was vom Leistungsschutzrecht bei seiner Inkrafttretung also übrigbleibt: Eine weitere Einschränkung für kleine Dienste und Startups, keine neuen Einnahmen für Medien da sie Reichweitenverlust fürchten und eine Medienlandschaft, die sich ein eigenes Gesetz lobbyiert hat. Ein Sieg sieht anders aus.

LSR: Google schmeißt Verlage raus

Told you so: Verlage, die Google nicht das kostenlose zitieren ihrer Inhalte erlauben, fliegen aus Google News raus. Stichtag ist der 1. August 2013, an dem das Leistungsschutzrecht in Kraft tritt.

Verlage bekommen ab sofort die Möglichkeit, in einer „Bestätigungserklärung“ der Nutzung in Google News zuzustimmen. In der dazugehörigen FAQ schreibt Google:

5. Was passiert, wenn ich vor dem 1. August 2013 eine Bestätigungsserklärung für meine Nachrichtenquelle in Google News ablehne? Wenn Sie die Bestätigungserklärung ablehnen, werden Ihre Inhalte ab dem 1. August 2013 nicht mehr in Google News angezeigt.

6. Was passiert, wenn ich vor dem 1. August 2013 nichts unternehme? Wenn Sie keine Entscheidung über Ihre Bestätigungserklärung treffen, werden Ihre Inhalte ab dem 1. August 2013 nicht mehr in Google News angezeigt.

Ohne einer expliziten Zustimmung fliegen die Verlage also aus Google News raus. Und, wie ebenfalls prognostiziert, wird Google für die Verwendung in Google News keinen Cent ausgeben:
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